Spur der vermissten Inga (5) führt nach Dresden

Die 5 Jahre alte Inga verschwand am 2. Mai in einem Waldstück bei Stendal.
Die 5 Jahre alte Inga verschwand am 2. Mai in einem Waldstück bei Stendal.

Dresden/Halle - Mit Hochdruck wird seit neun Wochen nach der verschwundenen fünfjährigen Inga aus Schönebeck in Sachsen-Anhalt gesucht. Nun führt die Spur ausgerechnet nach Dresden.

Die Polizei setzt bei der Suche nach dem Mädchen mittlerweile auf Spezialhunde. Sieben Mantrailer-Hunde mit besonders sensiblem Geruchssinn wurden auf eine Fährte im Zusammenhang mit dem Vermisstenfall angesetzt, wie Polizeisprecher Marc Becher am Mittwoch in Magdeburg sagte.

Ihr mehr als 200 Kilometer langer Weg führte von Haldensleben in der Börde bis nach Brandenburg und weiter nach Halle. Die Tiere können kleinste Partikel in der Luft erschnuppern und so auch älteren Fährten folgen.

Am Mittwoch starteten die Ermittler von dort einen neuen Versuch mit den hochsensiblen Tieren; 30 Beamte folgten ihnen über die Autobahn 2 bis zum Berliner Ring in Brandenburg.

Mit Mantrailer-Hunden wird nach der Vermissten gesucht.
Mit Mantrailer-Hunden wird nach der Vermissten gesucht.

Anschließend schlugen die Tiere einen Weg über die Autobahn 9 bis nach Halle ein, wie Becher berichtete. Am späten Nachmittag hätten sich die Hunde zunächst auf der Autobahn 14 und dann auf der A4 in Richtung Dresden bewegt.

Laut Polizeisprecher Becher brach die Polizei dann am Mittwochabend die Suche am Dreieck Dresden-West ab, weil die Hunde erschöpft sind. Sie gehören nicht der Polizei, sondern einem externen Partner, der die Hunde für die Polizei bundesweit ausbildet.

"Die Suche soll am Donnerstag noch nicht fortgesetzt werden, da die Hunde erschöpft sind. Die Ermittlungsgruppe berät sich, wie und wann es weitergeht", so Becher.

Um die Hunde ungefährdet schnüffeln und laufen zu lassen, mussten kurzzeitig Autobahnabschnitte gesperrt werden, wie die Polizei weiter mitteilte. Dabei ließen die Beamten die Tiere an Auf- und Abfahrten schnüffeln.

Liefen die Hunde die Abfahrt herunter, verließen sie die Autobahn. Gingen sie geradeaus, wurden sie mit dem Auto zur nächsten Abfahrt gebracht. Am Freitag wollen die Ermittler entscheiden, wie es weitergeht.

Die 5-jährige Inga war am 2. Mai bei Stendal in einem Waldstück verschwunden. Alle bisherigen Suchaktionen und Zeugenbefragungen blieben ohne Ergebnis.

Foto: dpa/Polizeidirektion Sachsen-Anhalt Nord


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