Hier findet Liedermacher Insterburg (†84) seine letzte Ruhe

Berlin - Nach einer kurzen schweren Krebserkrankung ist Ingo Insterburg am Samstag im Alter von 84 gestorben (TAG24 berichtete). Der Liedermacher ("Ich liebte ein Mädchen") findet auf dem Waldfriedhof Dahlem seine letzte Ruhe - bei zahlreichen anderen Prominenten.

Ingo Insterburg (84) ist am 27. Oktober nach kurzer schwerer Krankheit gestorben.
Ingo Insterburg (84) ist am 27. Oktober nach kurzer schwerer Krankheit gestorben.  © DPA

Die Beisetzung des Mitbegründers von Insterburg & Co. ist am 8. November (14 Uhr) geplant, wie sein langjähriger Musik-Manager Frank Nietsch am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur sagte.

Der als Ingo Wetzker 1934 in Insterburg in Ostpreußen (das spätere russische Tschernjachowsk) geborene Liedermacher hatte Ende der 1960er gemeinsam mit Comedian Karl Dall, dem Schauspieler Jürgen Barz und dem Autor Peter Ehlebracht die Band Insterburg & Co gegründet. Die Band erlangte Kultstatus mit einem neuen Typ von Unterhaltung: Blödel-Musik und Parodien für den einfachen Humor. Damit war sie Vorbild für Künstler wie Otto und Mike Krüger.

Bekanntestes Lied der Band war das von Insterburg vorgetragene "Ich liebte ein Mädchen aus...", dessen Parodie sich bis heute in Youtube-Videos findet. Oft werde der Name Insterburg auch mit dem Hit "Kreuzberger Nächte" in Verbindung gebracht, so Nietsch. "Das ist aber ein großer Irrtum." Der Ohrwurm stammt vielmehr von den Gebrüdern Blattschuss.

Gelegentlich wurden Insterburg & Co als "Blödelbarden" bezeichnet. Ingo habe damit nicht so viel anfangen können. Er habe sich eher als "Musik-Komödiant" gesehen und von "Blödeleien mit Musik" gesprochen, berichtete sein langjähriger Manager.

Der Waldfriedhof Dahlem ist letzte Ruhestätte zahlreicher Prominenter. Dort sind etwa Entertainer Harald Juhnke (1929-2005), Komponist Werner Eisbrenner (1908-1981), die Politikerin Marie-Elisabeth Lüders (1878-1966) sowie der Maler Karl Schmidt-Rottluff (1884-1976) und der frühere Bundespräsident Richard von Weizsäcker (1920-2015) beigesetzt.

Titelfoto: DPA

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