Innenminister verurteilt Gewalt gegen Polizisten bei Abschiebe-Demo scharf

Leipzig - Nachdem eine Demonstration gegen die Abschiebung eines syrischen Mannes in der Eisenbahnstraße eskaliert war, hat sich nun Sachsens Innenminister zu den Vorfällen geäußert. Prof. Roland Wöller verurteilt die Gewalt gegen die Einsatzkräfte aufs Schärfste.

Innenminister Wöller verurteilt das Verhalten der Demonstranten scharf.
Innenminister Wöller verurteilt das Verhalten der Demonstranten scharf.  © Screenshot Twitter/ Jürgen Kasek, dpa

Am Dienstagabend hatten mehrere hundert Demonstranten die Eisenbahnstraße im Leipziger Stadtteil Volkmarsdorf blockiert, um die Abschiebung eines Syrers nach Spanien zu verhindern.

Die Versammlung endete eskalativ, als die Protestler mit Flaschen und Steinen auf die Beamten der Polizei warfen, die sich wiederum mit Tränengas und Pfefferspray zur Wehr setzten. (TAG24 berichtete)

Laut dem Innenministerium wurden bei der Aktion elf Beamte verletzt und drei Polizeifahrzeuge beschädigt. Wie viele Verletzte es unter den Demonstranten gibt, ist noch unklar. Laut Grünen-Politiker Jürgen Kasek wurden aber mehrere Menschen durch das Tränengas verletzt oder gar geschlagen, die Polizei sei sehr brutal gegen die Demonstranten vorgegangen.

Sachsens Innenminister Prof. Roland Wöller verurteilt die Gewalt gegen die Einsatzkräfte der Polizei und fordert harte Strafen für die Täter. "Wer Einsatz- und Rettungskräfte mit Steinen und Flaschen bewirft, gefährdet Menschenleben und greift unseren Rechtsstaat an", so Wöller, "wir werden die Verantwortlichen nun zügig ermitteln und mit harten Strafen zur Rechenschaft ziehen".

Er sei entsetzt darüber, mit welcher Wut und Gewalt die Polizeibeamten bei ihrer Arbeit bedroht und angegriffen wurden.

Die Abschiebung des syrischen Mannes wurde trotz Protest durchgeführt.

Auch drei Polizeifahrzeuge wurden beschädigt.
Auch drei Polizeifahrzeuge wurden beschädigt.  © Einsatzfahrten Leipzig

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