Innovation und Tradition brachten diesen Exzentriker zum Erfolg

Ronald Fortmann (rechts) und sein Sohn setzen auf Tradition und Innovation.
Ronald Fortmann (rechts) und sein Sohn setzen auf Tradition und Innovation.

Bielefeld - 1935 gründete Kurt Fortmann Tana-Cosmetics in Bielefeld. Auch wenn der Markenname vermutlich den wenigsten etwas sagt, kennen viele Beauty-Gurus das "Egypt Wonder", das als echter Meilenstein der Kosmetik-Firma gilt.

Das Bronzepuder wurde 1980 auf den Markt gebracht. Damit ist Tana-Cosmetics ein wahrer Trendsetter: Schon damals setzte der Beauty-Hersteller auf ein Mineralpuder aus Tonerde. Die französische Luxus-Firma Guerlain griff den Trend nur ein Jahr später auf. Heutzutage werden solche Produkte gehypte.

"Das perfekte Zusammenspiel zwischen Traditionsverbundenheit und Innovation ist eines der Erfolgsgeheimnisse des Unternehmens", heißt es auf der Seite der Firma.

2009 gelang der nächste Coup: Mit einem Wimpernwachstumsserum traf der aktuelle Geschäftsführer Ronald Fortmann (65) wieder einmal den Nerv der Zeit. Der extravagante und extrovertierte gebürtige Salzburger kam 1988 nach Bielefeld, um die Firma von seinem Onkel Kurt zu übernehmen.

Sein Entertainer-Gen kam auch schon im TV gut an: 2011 nahm er an der VOX-Kochshow "Das perfekte Dinner" teil, die damals in Ostwestfalen-Lippe gastierte. Anfang 2012 wurden die Folgen ausgestrahlt.

Vor allem seine exzentrische Art wird vielen noch im Gedächtnis geblieben sein. Auf Facebook sorgte der 65-Jährige, dessen Markenzeichen die graue Künstlermähne, die an Brüste erinnernde Brille und die Fliege sind, an seinem Gastgebertag für besonders viel Gesprächsstoff - auch wegen seiner anzüglichen Aussagen, wie die, "Geschäftsbeziehungen" zu Frauen zu haben.

Werbung für seine Kosmetik-Firma machte der "Frauenfreund", wie der TV-Sender ihn damals titulierte, nicht. Mit seinem gebräunten Teint ist er sowieso selbst der beste Werbeträger für das "Egypt Wonder", das Tana-Cosmetics europaweit vertreibt.

Auch ansonsten verzichtet der Unternehmer auf große Werbung. "Unsere Produkte empfiehlt die Mutter ihrer Tochter", erzählte der 65-Jährige 2015 gegenüber der Neuen Westfälischen.

Außerdem ist er gemeinsam mit seinem 25-jährigen Sohn, der ebenfalls Ronald heißt, auf zahlreichen Messen unterwegs, um seine Produkte anzupreisen.

Wenn Ronald Junior die Firma übernimmt, will er auf neue Märkte in Asien und Dubai setzen.


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