Ein Jahr nach Sturz-Drama: Richard Freitag kann am Bergisel wieder lachen

Innsbruck - Bei der Vierschanzentournee 2017/18 reiste Richard Freitag (27) als einer der Favoriten nach Innsbruck, doch nach einem Sturz platzten seine Träume vom Tourneesieg. An diesem Freitag lief es für den Erlabrunner viel besser.

Die Faust nach oben: Richard Freitag ist zufrieden mit seinem Sprung.
Die Faust nach oben: Richard Freitag ist zufrieden mit seinem Sprung.  © DPA

Bei der Qualifikation am Donnerstag sprang der 27-Jährige, der für die Nickelhütte Aue antritt, noch auf Platz 12. Im Springen am heutigen Freitag konnte er sich dann souverän durchsetzen und sogar verbessern. Am Ende landete Richard Freitag auf Rang 8.

"Doch, das war in Ordnung", kommentierte er seine Leistung im Anschluss. "Es macht Lust auf mehr". Nach Bischofshofen fahre er aber ohne Erwartungen.

Nach dem 16. Platz in Oberstdorf und dem 24. im Neujahrspringen in Garmisch-Partenkrichen lieferte der Erzgebirger damit sein bislang bestes Ergebnis ab.

In den sozialen Netzwerken lässt Freitag seiner Freude freien Lauf. Bei Twitter und bei Instagram postete er ein Foto von sich und dem Polen Kamil Stoch. Dazu schreibt er: "Two happy faces after today's competition ☺👍🏼" ("Zwei glückliche Gesichter nach dem heutigen Wettkampf") und auch dem Sieger gratuliert er: "What a performance by Ryoyu Kobayashi 👏🏼" ("Was für eine Leistung von Ryoyu Kobayashi"). In einer Insta-Story legt er noch nach und bedankt sich bei den Besuchern für die tolle Atmosphäre

Auch der Bundestrainer, Werner Schuster (49), war von dem Abschneiden begeistert: "In dieser Saison ist noch etwas reserviert für ihn."

Innsbruck ist ein emotional besonderer Ort für Richard Freitag. 2015 feiert er dort seinen größten Sieg, 2018 erlebt er seinen bittersten Sturz. Vor einem Jahr war er einer der Favoriten auf den Sieg bei der Vierschanzentournee 2017/18. Doch ein Sturz im ersten Durchgang ließ seine Träume platzen. Er überkreuzte damals nach einem Sprung auf 130 Meter die Skier und kam zu Fall. "Klar denke ich nochmal dran, das ist ganz normal. Es ist okay und richtig. Ich merke, das beschäftigt mich, aber das muss mich auch beschäftigen", erklärte Freitag.

Den Sieg im Springen holte wieder der Japaner Ryoyu Kobayashi (22) vor dem Österreicher Stefan Kraft und dem Norweger Andreas Stjernen (30). Deutschlands große Tournee-Hoffnung, Markus Eisenbichler (27) patzte in Innsbruck und kam nur auf Platz 13. Seinen zweiten Platz in der Gesamtwertung der Tournee hat der Bayer aber noch inne.

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