"Wir haben von nichts gewusst": Niki-Kunden sauer auf Airline

Wolfgang Sonne aus Rathenow zeigt am Flughafen Tegel seine Bordkarte für einen Flug mit der Air-Berlin-Tochter Niki.
Wolfgang Sonne aus Rathenow zeigt am Flughafen Tegel seine Bordkarte für einen Flug mit der Air-Berlin-Tochter Niki.  © DPA (Bildmontage)

Berlin - Nach der Insolvenz der österreichischen Air-Berlin-Tochter Niki ist das große Chaos am Flughafen Berlin-Tegel am Donnerstagmorgen ausgeblieben, allerdings sind Fluggäste sauer auf die Airline.

Rund zwei Dutzend Niki-Kunden waren am frühen Morgen zum Flughafen gekommen, obwohl die Airline den Flugbetrieb am Vorabend eingestellt hatte. "Wir haben von nichts gewusst", sagte ein wütender Familienvater, der mit seiner Frau und Tochter in der Nacht aus Polen angereist war.

Anderen Kunden war von ihren Reisebüros geraten worden, trotz Insolvenz zum Flughafen zu fahren, um Entschädigungsansprüche geltend zu machen. "Sie haben mir gesagt, wir sollen trotzdem zum Flughafen kommen", sagte der Kunde Wolfgang Sonne aus Rathenow, der mit seiner Frau in Tegel wartete. "Ich habe keine Ahnung, wie es jetzt weitergeht."

Niki hatte am Mittwochabend Insolvenz angemeldet, nachdem die Lufthansa angekündigt hatte, die Tochter der ebenfalls insolventen Air Berlin nicht kaufen zu wollen, wie TAG24 berichtete. Vorbehalte der EU-Kommission zum Kauf wögen zu schwer.


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