Zu heiße Fotos auf Instagram: Feuerwehrfrau wird gekündigt!

Evergreen (USA) - Über 128.000 Instagramer folgen Presley Pritchard auf der Fotoplattform und freuten sich, einen Einblick in den Alltag einer Feuerwehrfrau zu bekommen. Doch damit ist seit Kurzem Schluss.

Presley Pritchard zeigt sich gern aus dem Fitnessstudio.
Presley Pritchard zeigt sich gern aus dem Fitnessstudio.  © Screenshots/Instagram/presleykp.fit

Denn die 27-Jährige wurde nach drei Jahren bei der Berufsfeuerwehr von Evergreen gekündigt! Sie klagt nun gegen ihren früheren Arbeitgeber. Denn der Grund für die Kündigung sollen ihre Fotos auf Instagram sein.

Während sie selbst die Bilder als nicht freizügig einordnet, wie Daily Inter Lake berichtet, empfanden ihre Vorgesetzten die Instagram-Posts als unangemessen.

"Mehrere männliche Angestellte in der Abteilung haben Fotos von sich in Uniform stehend vor Feuerwehrautos und in den Büros auf ihren Social-Media-Konten", mahnt die junge Feuerwehrfrau.

Doch bei ihr stört man sich scheinbar an den Aufnahmen. Sie bekam eine Abmahnung.

"Ich wurde gebeten, alle meine Posts aus den sozialen Medien zu entfernen, obwohl es bei der Feuerwehr keine Richtlinien für soziale Medien gab", schrieb laut Daily Inter Lake Pritchard in ihrer Klageschrift.

Nachdem sie abgemahnt wurde, ging die Feuerwehrfrau in einen fünfwöchige Kur, um eine Operation hinter sich zu bringen. Am ersten Arbeitstag danach gab's dann direkt die Kündigung!

Neue Social-Media-Richtlinie angeregt

Aber auch in der Wache wurden Fotos von Pritchard geschossen.
Aber auch in der Wache wurden Fotos von Pritchard geschossen.  © Screenshots/Instagram/presleykp.fit

Als Grund nannte nun die örtliche Feuerwehr, dass Pritchard nicht der Aufforderung nachkam, ihre Fotos aus Instagram zu löschen. Sie dürfe sich angeblich nicht in den Räumen der Behörde ablichten lassen.

Weiterhin soll sie die Einrichtung genutzt haben, um Merchandise zu verkaufen. So soll sie selbst gestaltete T-Shirts und ähnliches mit Fotos aus dem Feuerwehr-Gebäude beworben haben.

Doch verkaufen wollte die 27-Jährige gar nicht. Stattdessen sind neben ihren Fotos aufbauende Nachrichten. "Wenn du dich selbst liebst, strahlst du von innen heraus. Du ziehst Menschen an, die deine Energie lieben, dich respektieren und schätzen", schrieb sie beispielsweise.

Zu sehen gab es fast alles - außer übermäßig viel nackte Haut. So zeigte sie sich mal Badeanzug, mal mit Sport-BH. Aber oft auch vollständig angezogen mit weiten Feuerwehr-Outfits.

Die Feuerwehrfrau regte im Sommer 2018 auch eine neue Social-Media-Richtlinie an. Diese sollte klären, was online geteilt werden darf und was nicht. "Danach ist nichts mehr passiert. Die Evergreen Feuerwehr hat es einfach unter den Teppich gekehrt. Niemand sagte etwas, niemand tat etwas", sagte Presley Pritchard kürzlich gegenüber dem Daily Inter Lake.

"Mir wurde nie gesagt, 'nicht mehr posten.' Ich habe einfach weitergemacht, mit dem, was ich getan habe."

Nun müssen Gerichte klären, ob die Kündigung gerechtfertigt war oder nicht...

Die Feuerwehrfrau auf Instagram

Mehr zum Thema Instagram:


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0