St.-Pauli-Profi Cenk Sahin: Ultras fordern Entlassung nach Instagram-Post!

Hamburg - Eine Solidaritätsbekundung für das türkische Militär von Fußball-Profi Cenk Sahin hat Bestürzung beim Zweitligisten FC St. Pauli und Proteste unter den Fans ausgelöst.

Cenk Sahin bekommt nach seinem Post kräftigen Gegenwind von den St. Pauli-Ultras zu spüren.
Cenk Sahin bekommt nach seinem Post kräftigen Gegenwind von den St. Pauli-Ultras zu spüren.  © dpa/Christian Charisius

Der 25 Jahre alte Linksaußen hatte bei Instagram die Syrien-Offensive der Türken begrüßt.

"Der FC St. Pauli distanziert sich klar von dem Post und dem Inhalt, weil er mit den Werten des Vereins nicht vereinbar ist", schrieb dagegen der Verein am Freitag auf seiner Homepage.

"Der Verein hat bereits mit dem Spieler gesprochen und arbeitet intern die Thematik auf. Solange die interne Aufarbeitung nicht abgeschlossen ist, wird sich der FC St. Pauli nicht weiter dazu äußern. Nie wieder Krieg!"

Sahin hatte in türkischer Sprache gepostet: "Wir sind an der Seite unseres heldenhaften Militärs und der Armeen. Unsere Gebete sind mit euch!" Angehängt ist der Name der Militäroperation.

Die St.-Pauli-Ultras fordern daraufhin die Trennung von dem Profi. "Es ist nicht der erste sprachliche und mediale Ausrutscher von Sahin in dieser Thematik, bereits in der Vergangenheit äußerte er sich pronationalistisch, regimetreu und verächtlich über das Sterben der kurdischen Bevölkerung", schreiben Fans.

Sie fordern: "Für uns Ultras steht deshalb fest, dass Cenk Sahin nicht mehr im Trikot des FC Sankt Pauli aufläuft. Wir fordern den Verein auf, Cenk Sahin am heutigen Freitag, den 11. Oktober, zu entlassen!"

Noch am Mittwochabend waren auch in Hamburg Hunderte Menschen auf die Straße gegangen, um gegen die türkische Offensive im Nordosten Syriens zu demonstrieren (TAG24 berichtete).

Wie die Polizei bestätigte, zogen mindestens 400 Personen durch das Schanzenviertel in der Hansestadt. Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hatte zuvor den Beginn der Militäroffensive in Nordsyrien verkündet.

Sie richtet sich gegen die kurdische YPG-Miliz, die von der Türkei als Terrororganisation angesehen wird.

Mit dem Banner "Nein zum Krieg" ziehen Demonstranten durch Hamburg.
Mit dem Banner "Nein zum Krieg" ziehen Demonstranten durch Hamburg.  © citynewstv.de

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