Um Leugner umzustimmen? Berlin kriegt ein Klimawandel-Institut!

Berlin – An einem neuen Institut sollen Antworten auf die Herausforderungen des Klimawandels entstehen. Erste Details zu dem Vorhaben hat der Präsident der TU Berlin jetzt bekanntgegeben.

Der Klimawandel ist im vollen Gange. In Berlin soll ein entsprechendes Institut entstehen. (Symbolbild)
Der Klimawandel ist im vollen Gange. In Berlin soll ein entsprechendes Institut entstehen. (Symbolbild)  © dpa/Paul Zinken

Das geplante Berliner Forschungszentrum zum Thema Klimawandel will sich Lösungen widmen – und soll von der Privatwirtschaft mitfinanziert werden.

Man habe mehrere Unternehmen angesprochen, die etwa in der Energieerzeugung und -verteilung tätig seien und damit ein Eigeninteresse an der Reduktion des Klimawandels hätten, sagte der Präsident der Technischen Universität Berlin (TU), Christian Thomsen, der Deutschen Presse-Agentur. Dennoch sei die Unabhängigkeit der Einrichtung gewährleistet.

Als mögliche Arbeitsfelder nannte der Universitätspräsident die Folgen des Klimawandels für die menschliche Gesundheit, für Flugreisen oder die Energieversorgung. "Die Frage ist auch, welche soziologischen, juristischen, technischen Möglichkeiten es gibt, um den Klimawandel zu reduzieren oder zu verhindern."

Christian Thomsen, TU-Präsiden, verrät erste Details zum Klimawandel-Institut.
Christian Thomsen, TU-Präsiden, verrät erste Details zum Klimawandel-Institut.  © dpa/Fabian Sommer

Die Bevölkerung einbeziehen

Wichtig sei der Austausch mit Bürgern: "Es geht darum, die Sorgen der einzelnen mit einzubeziehen." Angestrebt wird dem Vernehmen nach, dass das Institut in fünf Jahren international Ansprechpartner in Sachen Klima und Klimawandel-Lösungen sein soll.

Das Institut hatten die drei großen Berliner Unis und die Charité als gemeinsames Vorhaben angekündigt – die TU hat es nach eigenen Angaben initiiert und nun die Sprecherfunktion bei der Antragstellung inne. Man habe die Unterstützung des Landes Berlin, so Thomsen.

Ein erstes Gespräch mit möglichen Partnern in Potsdam sei im Februar geplant. Wo genau das neue Zentrum angesiedelt werden soll, stehe noch nicht fest. "Wünschenswert wäre zentral in Berlin, vielleicht zwischen Berlin und Potsdam", sagte Thomsen.

Mit der Vielfalt an Disziplinen an den Berliner Universitäten und Forschungseinrichtungen sowie der Nähe zum Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung, dem Deutschen Geoforschungszentrum und dem Institut für transformative Nachhaltigkeitsforschung seien die Voraussetzungen in der Region international einzigartig, sagte Thomsen. Mit der Metropole Berlin und dem Land Brandenburg habe man hier auch ein Reallabor, zum Beispiel bei Energiefragen.

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