Intendant springt für kranken Klosterbruder ein

Roland May ist ausgebildeter Schauspieler. So zieht es ihn immer wieder auf die Bretter, die die Welt bedeuten. Hier im Oktober 2015 in einer Aufführung des Stücks „Nachtschicht - Drama, Baby!“.
Roland May ist ausgebildeter Schauspieler. So zieht es ihn immer wieder auf die Bretter, die die Welt bedeuten. Hier im Oktober 2015 in einer Aufführung des Stücks „Nachtschicht - Drama, Baby!“.

Plauen - Der Theaterheld von Plauen... Eine besonders hartnäckige Grippewelle überflutet Sachsen, lässt uns schniefen und husten. Auch Plauens Künstler werden nicht verschont, kämpfen gegen den Virus an. Doch wie heißt es in Theaterkreisen so schön? The Show Must Go On!

Viele Schauspieler liegen krank im Bett, plagen sich mit Fieber, Schnupfen und Heiserkeit. Dennoch öffnen sich täglich die Vorhänge im Theater Plauen.

Die verbleibenden Ensemble-Mitglieder tun alles, damit keine Vorstellung ausfallen muss. Notfalls muss der Chef auch selbst ran, um das Stück zu retten!

Das Publikum staunte: Generalintendant Roland May (61) höchstpersönlich stand plötzlich auf der Bühne, spielte in seinem eigenen Stück mit. „Die Aufführung war ausverkauft, sollte auf keinen Fall ausfallen. Also sprang ich spontan für den kranken Kollegen ein. Zum Glück haben wir die gleiche Größe und das Kostüm passte“, sagte May zur MOPO.

Da der Intendant über eine abgeschlossene Schauspielausbildung verfügt, mimte er in seiner eigenen Inszenierung „Nathan der Weise“ überzeugend einen Klosterbruder. „Für mich war es eine besondere Erfahrung. So lernte ich meine Kollegen noch einmal von einer ganz anderen Seite kennen.“

In Plauens Theater wird gespielt - koste es, was es wolle! So sprang Generalintendant Roland May (61) höchstpersönlich für einen ausgefallenen Schauspieler ein.
In Plauens Theater wird gespielt - koste es, was es wolle! So sprang Generalintendant Roland May (61) höchstpersönlich für einen ausgefallenen Schauspieler ein.

Fotos: Peter Awtukowitsch


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