Intensivstation! Verpasst der Zirkuschef seine große Premiere?

Zora Schwarz übergibt mit einem Kuss Circus-Prinzipalin Sonja Müller Milano (94, r.) ihren Varieté-Elefanten.
Zora Schwarz übergibt mit einem Kuss Circus-Prinzipalin Sonja Müller Milano (94, r.) ihren Varieté-Elefanten.  © Petra Hornig

Dresden - Das erste Tier ist da - der Direktor fehlt. Am Mittwoch feiert der 22. Dresdner Weihnachts-Circus Premiere. Alles läuft auf Hochtouren, nur Mario Müller Milano (68) liegt im Neustädter Krankenhaus flach.

Marios Mutter Sonja Müller Milano (94) nahm deshalb gestern den ersten Vierbeiner in Empfang: Einen überlebensgroßen Elefanten aus Sperrholz und Pappmache.

Seine ursprüngliche Heimat: Das Travestie-Theater "Carte Blanche". Dort war er die Attraktion in der alten Show. "Bis Anfang Januar habe ich ihn verborgt", zwinkert Theaterchefin Zora Schwarz. Der Dickhäuter steht nun im Vorzelt des Zirkus, inmitten der Traktoren-Ausstellung.

Direktor Mario Müller Milano indes hofft, dass er zur Premiere im Zirkus sein kann. Noch aber liegt er mit einer verschleppten, akut gewordenen Entzündung im linken Bein im Krankenhausbett.

Schon einige Monate hatte Müller Milano Schmerzen im Bein, biss tapfer die Zähne zusammen. Aber: Vor einer Woche beim Zeltaufbau humpelte er schon am Stock.

Dann wurden die Schmerzen übermächtig, der Direktor musste ins Krankenhaus, wurde sofort auf die Intensivstation eingewiesen. Mittlerweile wurde er auf die Normalstation verlegt, darf aber aus dem Bett nicht raus.

Am Telefon gibt sich Müller Milano kämpferisch: "Und wenn ich mich selbst entlassen muss und im Rollstuhl fahre - ich bin bei der Premiere im neuen Zirkuszelt dabei." Toi, toi, toi!

Am Freitag vor einer Woche musste Zirkusdirektor Mario Müller Milano (68) schon am Stock über den Platz laufen.
Am Freitag vor einer Woche musste Zirkusdirektor Mario Müller Milano (68) schon am Stock über den Platz laufen.  © Thomas Türpe

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