Mafia-Methoden! Drohbrief an Inter Mailand mit Pistolenkugel sorgt für Wirbel

Mailand - Chaosmeldung rund um Inter Mailand! Klar ist: Es gab einen Drohbrief mit einer Pistolenkugel. Doch war dieser an den Verein selbst oder an Coach Antonio Conte adressiert? Hierzu gibt es unterschiedliche Aussagen.

Sportlich läuft es bei Inter Mailand gerade in der Serie A richtig gut.
Sportlich läuft es bei Inter Mailand gerade in der Serie A richtig gut.  © dpa/Luca Bruno/AP

Der italienische Top-Klub wies am Samstag die Medienberichte zurück, denen zufolge Conte persönlich mit dem anonymen Brief, der stark an das Vorgehen der Mafia erinnert, bedroht worden sei.

Ein Sprecher erklärte, dass Inter und nicht Conte einen Brief erhalten hätte und sich - "wie üblich in solchen Situationen" - an die Behörden gewandt hätte.

Auf die Frage, ob der einstige Trainer von Juventus Turin und dem FC Chelsea unter Polizeischutz stehe, sagte der Sprecher, er gehe nicht davon aus. Zum Inhalt des Briefes machte er keine Angaben.

Italienische Medien wie die "Corriere della Sera" hatten zuvor berichtet, dass Conte den abstoßenden Brief erhalten und sich umgehend an die Polizei sowie seinen Verein gewandt habe.

Daraufhin sei er unter Polizeischutz gestellt worden. Andere Landesmedien wie die "Gazzetta dello Sport" zitierten dagegen die Frau Contes, die von einer "Ente" sprach.

Die polizeilichen Ermittlungen sollen unterdessen noch zu keinem Ergebnis geführt haben. Kein Wunder, ist es doch schwierig, einen Anhaltspunkt zu finden.

Sportliche Unzufriedenheit kann kein Grund für den Drohbrief an Inter Mailand sein

Der Drohbrief war laut italienischen Medien an Inter-Coach Antonio Conte adressiert. Seine Frau und der Verein wiesen das zurück.
Der Drohbrief war laut italienischen Medien an Inter-Coach Antonio Conte adressiert. Seine Frau und der Verein wiesen das zurück.  © dpa/Luca Bruno/AP

Denn die Frage nach dem Hintergrund des Briefes lässt sich nicht einfach so beantworten. Schließlich steht Inter sportlich so gut da, wie lange nicht mehr.

In der Serie A belegt die exzellent besetzte Mannschaft den zweiten Platz, sitzt Spitzenreiter Juve um Superstar Cristiano Ronaldo dicht im Nacken und hat nur einen Punkt Rückstand auf die "Alte Dame".

Aus zwölf Spielen wurden satte 31 Punkte geholt, auch ein Torverhältnis von 26:12 spricht für sich. Einzig in der schweren Champions-League-Gruppe müssen die Mailänder ums Weiterkommen bangen.

Durch die 2:3-Niederlage nach 2:0-Führung bei Borussia Dortmund liegt Inter mit vier Punkten aus vier Spielen nur auf Rang drei und hat den Einzug in die nächste Runde nicht mehr in den eigenen Händen.

Sportlich spricht also wenig für einen solchen Drohbrief. Aber vielleicht handelt es sich auch gar nicht um einen Anhänger von Inter, sondern von einem Rivalen?

Es bleiben also noch viele Fragen offen, die sich wohl erst klären lassen, wenn die polizeilichen Ermittlungen weiter vorangeschritten sind.

Einigen italienischen Medien zufolge steht Inter-Trainer Antonio Conte unter Polizeischutz.
Einigen italienischen Medien zufolge steht Inter-Trainer Antonio Conte unter Polizeischutz.  © dpa/Matteo Bazzi/ANSA/AP

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