Internet-Hit: Berliner Unternehmer bringen Schuhe aus Plastikmüll auf den Markt

Berlin - Das Start-Up-Unternehmen "Paprcuts" entwarf schon innovative Portemonnaies, Uhren und Bauchtaschen aus papierähnlichem Stoff. Jetzt wollen sie besondere Schuhe auf den Markt bringen.

Das Basismodell ist einfach weiß und besteht aus fünf verschiedenen Materialien.
Das Basismodell ist einfach weiß und besteht aus fünf verschiedenen Materialien.  © paprcuts PR

Schon seit 2012 verkaufen die Berliner Unternehmer von "paprcuts" ihre Portemonnaies aus dem Vliesstoff Tyvek. Das Material ist besonders reißfest und wasserundurchlässig, deshalb eignet es sich hervorragend für die Verwendung als Geldbörse.

Auch andere Stoffe lässt es nicht durch sich hindurch. Deshalb wird es oft zu Anzügen verarbeitet und dann in sterilen Umgebungen verwendet.

Auf dem Bau findet es ebenfalls Anwendung: Gerüste werden oft damit umhüllt, da es genauso den Staub nicht nach außen dringen lässt und so strapazierfähig ist, dass Arbeiter im Falle eines Sturzes nicht durch das Material hindurch fallen können.

Mit den besonders dünnen und reißfesten Geldbörsen haben die Berliner einen echten Verkaufsschlager ins Leben gerufen, der mittlerweile auch viele Nachahmer gefunden hat. Davon lassen sich die kreativen Köpfe hinter paprcuts aber nicht entmutigen, weiter an ihren Produkten zu arbeiten.

Zwischenzeitlich kamen sogar Papier-Armbanduhren und Bauchtaschen aus dem neuartigen Material Tyvek auf den Markt. Natürlich stecken auch da die innovativen Entwickler aus der Hauptstadt dahinter.

Nun wollen die Berliner den Turnschuhmarkt revolutionieren

Die verwendeten Materialien gibt paprcuts ganz genau bekannt.
Die verwendeten Materialien gibt paprcuts ganz genau bekannt.  © paprcuts PR

Nils Wagner ist Geschäftsführer des Start-Ups und erklärt, was ihn auf diese Idee gebracht hat:

"Als ich ein Kind war und mein erstes Paar Turnschuhe bekam, war ich so beeindruckt, wie leicht und gleichzeitig super bequem Schuhe sein können und wie sie zugleich einfach ein ganzes Outfit rocken können", schreibt er bei seiner Indiegogo-Kampagne.

Dort hat er schon jetzt fast das Vierfache seines ursprünglichen Crowdfunding-Zieles erreicht! Das eigentliche Ziel von 12.500 Euro hatte er nach nur drei Stunden drinnen.

"Paprcuts-Turnschuhe halten länger und können viel besser recycelt werden als fast jeder andere Schuh auf dem Markt", verspricht Wagner. Grund dafür sind die verwendeten Materialien.

Neben Tyvek kommt zum Beispiel recyclter Plastikmüll aus dem Meer zum Einsatz. Aber auch durch PETA zertifiziertes, veganes Leder und Naturkautschuk anstelle von erdölhaltigem Synthetikkautschuk finden Verwendung im neuen Turnschuh. Für die Schnürsenkel wird Bio-Baumwolle benutzt.

Die Crowdfunding-Kampagne läuft noch fast einen Monat. Versendet werden soll dann im Oktober oder November.

Diese Modelle sollen noch folgen.
Diese Modelle sollen noch folgen.  © paprcuts PR

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