Monatelang offline: Kammergericht nach Trojaner-Attacke wieder am Netz

Berlin – Am Donnerstag wurde ein Bescheid von der Senatsverwaltung für Inneres und Sport erstellt, der dem Kammergericht die Freigabe zum Anschluss an das Berliner Landesnetz erteilt.

Das Kammergericht ist wieder online.
Das Kammergericht ist wieder online.  © dpa/Tim Brakemeier

Dem Ganzen ging ein Cyberangriff von vor knapp einem halben Jahr voraus. Aus Sicherheitsgründen wurde die Institution vom Netz getrennt.

370 neue PCs und 150 neue Notebooks wurden mittlerweile angeschafft, die nach und nach wieder an das Landesnetz Berlins angeschlossen werden.

Die Geräte sind mit dem modernen Betriebssystem Windows 10 ausgestattet und werden mit aktueller Bürosoftware und den wesentlichen in Rechtssprechung und Verwaltung genutzten Fachverfahren bespielt.

Dr. Bernd Pickel, Präsident des Kammergerichts, sagte: "Durch die Freigabe, die wir nach einer aus Sicherheitsgründen zwingenden intensiven Genehmigungs- und Prüfungsphase erhalten haben, ist jetzt ein wichtiger Meilenstein erreicht" und fügte hinzu: "Mit den ab sofort anzuschließenden neu beschafften Desktop-PCs und Notebooks und einigen weiteren technischen Maßnahmen wird nach unser Planung Ende März, mit Ausnahme einiger hoffentlich weniger IT-Anwendungen für Teilbereiche, ein Arbeiten im Kammergericht möglich sein, das neuesten technischen Anforderungen und höchsten Sicherheitsstandards entspricht."

Ende September fiel Technikern der Systemangriff auf. Die Verbindung zum Internet wurde gekappt. Die Arbeit am Kammergericht war teilweise lahmgelegt.

Nach einem Cyberangriff war das Netz lange offline. (Symbolbild)
Nach einem Cyberangriff war das Netz lange offline. (Symbolbild)  © dpa/Sebastian Gollnow

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