Das sagen die Tatort-Ermittler zum Dresden-Fall

Entwickeln sich langsam zu Sympathieträgern (v. l.): Karin Hanczewski (35), 
Martin Brambach (49) und Alwara Höfels (35).
Entwickeln sich langsam zu Sympathieträgern (v. l.): Karin Hanczewski (35), Martin Brambach (49) und Alwara Höfels (35).

Dresden - Der dritte Fall des Dresdner "Tatort"-Teams blickt oft AUF die Landeshauptstadt. Und noch öfter INS Netz: Facebook, Twitter Instagram...

In „Level X“ tauchen die Kommissarinnen Sieland (Alwara Höfels) und Gorniak (Karin Hanczewski) in die Welt junger YouTuber und Internetstars.

Welchen Zugang haben Sie persönlich zu diesem Thema?

Alwara Höfels: Soziale Netzwerke sind in unserer heutigen Zeit ein wichtiges Mittel der Kommunikation. Das ist auch gut so. Dennoch ist ein direkter zwischenmenschlicher Austausch immer noch eine wertvolle Alternative.

Dank Internet und sozialer Netzwerke war es noch nie so einfach wie heute, über Nacht berühmt zu werden. Genauso schnell kann man aber auch zur Zielscheibe öffentlicher und anonymer Kritik werden. Wie schätzen Sie als Schauspielerin und Person des öffentlichen Lebens diese Entwicklung ein?

Alwara Höfels: Das Internet vergisst nichts. Je reduzierter man private Informationen kommuniziert, desto weniger ist man angreifbar für andere. Als Person der Öffentlichkeit können Inhalte geteilt werden und haben eine enorme Reichweite. In politisch-sozialen Zusammenhängen kann das ein tolles Werkzeug zur Verbreitung sein, um gezielt gesellschaftlich relevante Themen anzusprechen und auf Dinge aufmerksam zu machen.

Alwara Höfels (li.) und Karin Hanczewski.
Alwara Höfels (li.) und Karin Hanczewski.  © MDR/Gordon Muehle

An einer Stelle sagt Schnabel (Martin Brambach): „Kann dieses verdammte Internet jetzt endlich mal jemand wieder abschalten?“ Wie stehen sie zu dieser Aussage?

Martin Brambach: Natürlich kann man die Zeit nicht zurückdrehen. Aber wenn ich Gesetzgeber wäre, würde ich internetfähige Handys für Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren verbieten und in der Schule den Kindern vor allem beibringen, welche Gefahren im Internet lauern, und dass es einen Knopf gibt, mit dem man die Geräte auch wieder ausschalten kann...

Der dritte „Tatort“ aus Dresden ist ernsthafter. Wie gefällt ihnen diese Entwicklung?

Karin Hanczewski: Die Entwicklung vom ersten bis zum dritten Tatort finde ich gut, weil in der Ernsthaftigkeit auch mehr Identifikationspotenzial steckt. Ich bin aber auch immer dankbar für Humor, da, wo es möglich ist und die Geschichten und Figuren nicht verrät.

Wie schätzen Sie als Person des öffentlichen Lebens die Entwicklung sozialer Netzwerke ein?

Karin Hanczewski: Ich würde vorschlagen, das Handy mal zuhause zu lassen oder auszumachen und rauszugehen und zu schauen, was einem so begegnet, wenn die Augen in die Welt anstatt auf einen Bildschirm gerichtet sind. Und auch mal das Gefühl zu spüren, nicht ständig erreichbar zu sein und sich auf eine Begegnung einzulassen, ohne dabei immer wieder vom Handy abgelenkt zu sein...


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