Attentäter sprengen sich auf Hochzeit in die Luft: 30 Tote und Dutzende Verletzte

Im Irak sind mindestens 30 Menschen bei Selbstmordanschlägen auf einer Hochzeit gestorben.
Im Irak sind mindestens 30 Menschen bei Selbstmordanschlägen auf einer Hochzeit gestorben.

Bagdad/Tikrit - Bei einem Selbstmordanschlag auf eine Hochzeitsgesellschaft im Norden Iraks sind mindestens 30 Menschen getötet worden.

Mehrere Attentäter brachten Sprengstoffgürtel zur Explosion, wie Sicherheitsbeamte und Klinikmitarbeiter berichteten. Dabei seien zudem 26 Menschen verletzt worden.

Der Fernsehsender Al-Sumaria berichtete von mindestens vier Tätern. Der Anschlag ereignete sich in dem Dorf Hadschadsch rund 20 Kilometer nördlich von Tikrit. Zunächst bekannte sich niemand zu der Bluttat.

Ähnliche Attacken hatte allerdings zuletzt die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) verübt - als Vergeltung für den Vormarsch der irakischen Armee auf ihre Hochburg Mossul. Auch Tikrit war 2015 von der Armee aus der Gewalt der sunnitischen Extremisten befreit worden. Zuletzt kämpften irakische Soldaten im westlichen Teil von Mossul gegen IS-Anhänger.

Nach Angaben des irakischen Militärs wurde das Gefängnis Badusch nordwestlich von Mossul übernommen. Bei der Operation seien mindestens 30 IS-Kämpfer getötet worden, sagte der Kommandeur Nadschem al-Dschaburi der Deutschen Presse-Agentur.


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