Mann wegen Brandstiftung mit Todesfolge hingerichtet

Teheran – Wegen einer Brandstiftung mit tödlichen Folgen ist im Iran ein Mann hingerichtet worden. Seit Jahren steht das Land wegen zahlreicher Hinrichtungen im Fokus internationaler Kritik.

Seit Jahren wird weltweit gegen die Todesstrafe im Iran protestiert, so wie hier 2017 vor dem Brandenburger Tor in Berlin.
Seit Jahren wird weltweit gegen die Todesstrafe im Iran protestiert, so wie hier 2017 vor dem Brandenburger Tor in Berlin.  © Maurizio Gambarini/dpa

Laut Nachrichtenportal Khabar-On-Line vom Sonntag wurde der Mann in einem Gefängnis der nordiranischen Stadt Maschad erhängt.

Da seiner Großmutter der Strom abgestellt worden war, habe der Mann im Februar beim Elektrizitätswerk in Maschad Protest eingelegt. Da wurde ihm jedoch mitgeteilt, seine Großmutter habe schon seit vier Jahren die Stromrechnung nicht bezahlt - ohne Bezahlung erhalte sie keinen Strom.

Danach sei der Mann ausgerastet, habe sich an einer Tankstelle Benzin besorgt, sämtliche Beamte der Abonnementabteilung des Elektrizitätswerks damit übergossen und angezündet. Bei dem Feuer kam der Abteilungsleiter ums Leben, weitere Beamten wurden schwer verletzt.

Im Iran wird die Todesstrafe unter anderem wegen Mordes, Vergewaltigung, bewaffneten Raubes und schweren Fällen von Drogenhandel verhängt.

Auch in Italien gab es bereits mehrfach Proteste gegen die Hinrichtungen im Iran.
Auch in Italien gab es bereits mehrfach Proteste gegen die Hinrichtungen im Iran.  © Gregorio Borgia/AP/dpa

Titelfoto: Gregorio Borgia/AP/dpa


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