Ironman-Meister verrät Ernährungs-Geheimnis

Köln / Hawaii - Mit nacktem Oberkörper blickt Jan Frodeno in den Sonnenuntergang auf Hawaii. Die Krücken sind weg. Doch der gebürtige Kölner kann nicht am Ironman teilnehmen.

Ironman-Athlet Jan Frodeno.
Ironman-Athlet Jan Frodeno.  © DPA

Der Drang, sich am Samstag um 06.35 Uhr Ortszeit in den Pazifik zu stürzen und über die 3,8 Kilometer Schwimmen und danach über 180 Kilometer auf dem Rad und 42,2 Kilometer Laufen zu quälen, ist riesengroß. Es geht aber nicht.

Frodeno, der Ironman-Weltmeister von 2015 und 2016, ist zum Zuschauen beim Rennen der Rennen im Triathlon verdammt.

"Ehrlich gesagt fühle ich mich seit Wochen wie ein wildes Tier, das in einem Käfig gefangen ist", sagte er in einem Interview dem Magazin "Playboy" (Donnerstag): "Ich könnte durchdrehen, brüllen, ja fast schon um mich schlagen."

Ein Jahr nachdem ihn schwere Rückenschmerzen im Rennen derart gebremst hatten, dass sich Frodeno nach über 9.15 Stunden erst ins Ziel in Kailua-Kona geschleppt hatte, beraubte ihn ein Ermüdungsbruch Mitte September aller Hoffnungen auf den dritten Titel auf Hawaii in diesem Jahr.

Die Reise dorthin ließ sich Frodeno aber nicht nehmen.

Im Interview mit "Focus" offenbarte Frodeno auch seine Essenstipps: "Mein Bedürfnis, unbedingt einen Schweinebraten oder eine Leberkäse-Semmel verschlingen zu müssen, hält sich in Grenzen. Besser gesagt: ich esse seit 2017 gar kein Fleisch mehr."

Einen Burger mit Pommes esse er nur, wenn er wieder Weltmeister werde. "Alles andere ist einfach nur Gift für den Körper. Frisches Obst vom Markt, frischen Fisch vom Händler, frisches Gemüse vom Bauern. Das kann man alles so lecker zubereiten, dass es wirklich jedem schmeckt.

Sein Fazit: "Eine Dinkelpizza mit Kapern, Lachs, Zwiebeln und Büffelmozzarella und dazu ein gutes Glas Rotwein – das ist doch das Höchste!"