Vorsicht, so ein Bulle ist entlaufen und macht die Welt verrückt!

Ein solches Galloway-Rind ist in Klingenthal unterwegs (Symbolfoto).
Ein solches Galloway-Rind ist in Klingenthal unterwegs (Symbolfoto).

Klingenthal - Seit Tagen hält ein ausgebüxter Galloway-Bulle Klingenthal auf Trab. Bisher konnte das Tier seinen Verfolgern immer wieder entkommen und untertauchen.

"Am späten Montagabend erhielt die Polizei Kenntnis über einen schlecht gelaunten, frei laufenden Galloway-Bullen", erklärte Polizeisprecher Wolfgang Hall.

Die ausgerückten Bullen-Jäger nahmen die Verfolgung auf. Die ging von der Lindenstraße über die Jägerstraße bis zur Schreberstraße. Dort lief er Mitarbeitern des Tierparks vor die Flinte.

Der Betäubungspfeil saß. Doch bis die Wirkung einsetzte, konnte der Koloss wieder im Schutz von Dunkelheit und Nebel verschwinden. Trotz einer großen Suche konnte der Bulle nicht gefunden werden.

Er schlief wohl in einem Versteck seinen Rausch aus und tauchte am darauffolgenden Abend wieder im Wohngebiet auf.

Diesmal brachte die Polizei den inzwischen ausfindig gemachten Besitzer mit. Doch auch er konnte den Bullen nicht zur Heimkehr bewegen.

Stattdessen verschwand das Tier wieder im Dickicht und wurde seitdem nicht mehr gesehen.

Zwar gelten Galloway-Rinder als friedlich und sanftmütig, aber "ob dieser Bulle das auch weiß?", rät Polizeisprecher Hall zur Vorsicht.

Wer das Tier sieht, wird gebeten, Sicherheitsabstand zu halten und die Polizei zu informieren. Tel.. 03744/2550.

Update: Unterdessen brach offenbar auch aus dem Büffeldorf Chursdorf (bei Penig) ein Büffel aus und verursachte einen Verkehrsunfall.

Das amerikanische Rind trabte am frühen Mittwochmorgen ausgerechnet über die S 57. Rund 200 Meter nach dem Abzweig Chursdorf in Richtung Mühlau rammte der Büffel einen BMW.

Der Fahrer (58) blieb unverletzt, das Rind überlebte den Zusammenstoß nicht. Am Fahrzeug entstand ein Sachschaden von 4500 Euro.

Foto: Bruno Satelmajer


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