Irre Petition! Sachsen wollen Freistaat nach Russland verlegen

Mit Schwarz-Rot-Gold wollen die Antragsteller Schluss machen. Sie sammeln Unterschriften, um Sachsen nach Russland zu verlegen.
Mit Schwarz-Rot-Gold wollen die Antragsteller Schluss machen. Sie sammeln Unterschriften, um Sachsen nach Russland zu verlegen.

Sachsen - Ob es Angst vor der Zukunft ist oder Unzufriedenheit mit der Politik? Wahrscheinlich beides! Eine Gruppe von derzeit 615 Sachsen hat genug von der Bundesrepublik und will nach Osten rübermachen, am besten soll der ganze Freistaat mit in die Russische Föderation. Dazu haben die Bürger eine kuriose Petition ins Leben gerufen.

Hinter dem "Bürgerreferendum zur Eingliederung des Freistaates Sachsen in die Russische Föderation" steckt eine Gruppe die sich "Pro Putin Partei" nennt. Laut dem stern steckt dahinter ein gewisser René Reimann. Und der scheint es mit seiner Petition, die seit zwei Wochen bei change.org und openpetition.de kursiert, eilig zu haben.

"Das baldige Verbot der Meinungsfreiheit und das Verbot von Demonstrationen lässt uns KEINE Zeit mehr! Morgen schon leben wir in einer Diktatur!" heißt es auf der Seite der digitalen Unterschriften-Aktion.

Was wohl Russlands Präsident Wladimir Putin (63)  von dem freundlichen Angebot hält?
Was wohl Russlands Präsident Wladimir Putin (63)  von dem freundlichen Angebot hält?

Zwischen den Zeilen schwingt mit: Was unsere Bundeskanzlerin nicht schafft, dass soll nun Wladimir Putin richten. 

Dafür müsse der Präsident der Russischen Föderation aber erstmal gnädig gestimmt werden, denn "Europa, insbesondere Deutschland, steht mittlerweile aufgrund seiner verfehlten aggressiven Außenpolitik gegenüber der Russischen Föderation auf Russlands Prioritätenliste sehr weit unten!", heißt es in Reimanns Pamphlet.

Das Referendum soll dies ändern - natürlich mit einem Gastgeschenk - und das ist kein Stück Eierschecke und auch kein Schwippbogen, sondern gleich der ganze Freistaat.

Doch wie stellen sich das die Putin-Unterstützer in der Realität vor? Soll Sachsen einfach russisch werden, oder Russland ein bisschen sächsisch?

Wenn es nach René Reimann geht könnte vor Schloss Hartenstein bald nur noch die russische Fahne wehen.
Wenn es nach René Reimann geht könnte vor Schloss Hartenstein bald nur noch die russische Fahne wehen.

In weiser Voraussicht hat sich Reimann um diese geopolitischen Hürden schon im März gekümmert. 

Nämlich mit einer anderen Petition, in der Russland darum gebeten wird, Gebiete bereitzustellen "um damit die Gründung eines "deutschen" Staats zu ermöglichen", heißt es dort.

Wie Putin das wohl findet? Wahrscheinlich kann es noch lange dauern, bis Russland von seinen neuen Mitbürgern erfährt. Die Petition zum Eintritt Sachsens in die Russische Föderation hat bis jetzt lediglich 615 Unterschriften.

Allein um in Sachsen ein Volksbegehren, die Vorstufe eines Volksentscheides, durchzubringen, bedarf es 450.000 Signaturen. 


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