Terror-Miliz IS: Mitarbeiter im Innenministerium half Frauen bei der Rückkehr

Stuttgart - Ein Mitarbeiter des baden-württembergischen Innenministeriums hat nach einem Bericht des Nachrichtenmagazins "Der Spiegel" zum zweiten Mal privat eine Rückholaktion für eine Frau aus dem Gebiet der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) vermittelt.

Bereits vor zwei Jahren war der Mitarbeiter behilflich. (Symbolbild)
Bereits vor zwei Jahren war der Mitarbeiter behilflich. (Symbolbild)  © Evert-Jan Daniels/epa/dpa

Die Aktion sei jedoch gescheitert und die Frau in kurdische Gefangenschaft geraten. Bereits 2017 hatte das Magazin über eine solche Aktion des Extremismusexperten berichtet.

Nach Angaben des Innenministeriums handelte es sich um eine private und ehrenamtliche Tätigkeit des Mitarbeiters, der als wissenschaftlicher Referent tätig ist. Es habe keinerlei Unterstützung des Ministeriums gegeben.

Eine staatsanwaltschaftliche Prüfung des ersten Falls habe keine Hinweise auf strafbare Handlungen ergeben. Nach einer Belehrung habe der Mann seine Familien- und Ausstiegsberatung in dieser Hinsicht eingestellt. "Daher sehen wir keinen Anlass für weitere Schritte", teilte das Ministerium mit.

Dem "Spiegel"-Bericht zufolge zahlten die Familien der IS-Frauen aus den Niederlanden in beiden Fällen Geld für die Rückholung auf Konten im Ausland.

2017 hatte der Mann dem SWR gesagt, er habe bereits mehrfach ausländische Familien beraten, deren Angehörige beim IS waren - immer ehrenamtlich außerhalb seiner Tätigkeit im Innenministerium.

Titelfoto: Evert-Jan Daniels/epa/dpa

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