Religiöse Konferenz eskaliert: Männer attackieren Sicherheitspersonal

Mehrere Polizeiwagen fuhren zum Einsatzort.
Mehrere Polizeiwagen fuhren zum Einsatzort.

Bielefeld - Zu einem großen Polizeieinsatz ist es am Samstagmittag im großen Ratssaal des Neuen Rathauses in Bielefeld gekommen. Dabei wurden mindestens sieben Personen festgenommen.

Laut Zeugenberichten soll es zum Teil zu Handgreiflichkeiten gekommen sein, während eine Polizeisprecherin gegenüber der Neuen Westfälischen nur von Pöbeleien sprach.

Um der Situation Herr zu werden, waren mehrere Streifenwagen und auch das Ordnungsamt im Einsatz.

Die Störer waren alle Teilnehmer der 3. Internationalen Konferenz der "Gesellschaft Jesidischer Akademiker und Akademikerinnen", die an diesem Wochenende stattfindet und deren Thema lautet: "Vertrieben, getötet, missbraucht - Die Jesiden im 21. Jahrhundert - zwischen (Religions-) Freiheit in der Diaspora und Genozid im Nahen Osten".

Als es um die Ursachen und Folgen des Genozids an Christen und Jesiden im Nahen Osten ging, eskalierte die Situation und es kam zu Handgreiflichkeiten. Auch das Sicherheitspersonal wurde attackiert.

Die Unruhestifter, die zum Teil in der ersten Reihe saßen, warfen auf einmal pauschal den Kurden im Nordirak vor, die Jesiden vor dem Überfall des IS verraten zu haben. Seit 2014 werden Jesiden speziell im Nordirak von den Islamisten des islamischen Staates verfolgt.

Aufgrund der Streitigkeiten mussten die Konferenzteilnehmer, das Neue Rathaus zwischenzeitlich verlassen. Die Polizei kündigte einen Bericht zu den Vorfällen an.

Einige Unruhestifter wurden verhaftet.
Einige Unruhestifter wurden verhaftet.  © Christian Mathiesen
Auch das Ordnungsamt war im Einsatz.
Auch das Ordnungsamt war im Einsatz.

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