Messerstecherei in Bahnhof: Frau (32) und Mann (23) sterben

Iserlohn - Bei einem Messerangriff am Bahnhof von Iserlohn sind am Samstag zwei Menschen ums Leben gekommen.

Der Bahnhof in Iserlohn ist aktuell abgeriegelt.
Der Bahnhof in Iserlohn ist aktuell abgeriegelt.  © Markus Klümper/visual inform/dpa

Nach ersten Erkenntnissen gingen die Ermittler von einer Beziehungstat in der sauerländischen Stadt aus. Bei den Getöteten handele es sich um einen Mann und eine Frau, sagte ein Sprecher der Polizei.

Ein Tatverdächtiger sei am Nachmittag festgenommen worden. Zur Identität äußerte sich die Polizei zunächst nicht. Es soll sich um einen Einzeltäter handeln. Gefahr für die Bevölkerung bestehe nicht.

Offenbar wurden mehrere Menschen Zeugen der Bluttat. "Wenn Ihr selbst betroffen wart oder was gesehen habt: wir kümmern uns mit der Feuerwehr", schrieb die Polizei auf Twitter. Auch Seelsorger sollen vor Ort sein. Eine Mordkommission sollte die Untersuchungen aufnehmen.

Genaue Angaben waren zunächst nicht zu erhalten. Nach Angaben von "bild.de" hatte ein Opfer noch um sein Leben gekämpft, als die Einsatzkräfte anrückten, konnte aber nicht gerettet werden.

Rund um den Bahnhof wurde das Areal für den Großeinsatz gesperrt. Ein Bahngleis sei abgesperrt, das andere - und damit die DB-Züge - seien aber erreichbar, twitterte die Polizei.

UPDATE, 18.20 Uhr: Wie die Polizei soeben mitteilte, wird der in Bergisch-Gladbach wohnhafte Tatverdächtige (43) am Sonntag dem Haftrichter vorgeführt. Bei den Opfern handelt es sich um eine Frau (32) und einen 23-jährigen Mann, ebenfalls aus Bergisch-Gladbach.

Weiterhin wurde bekannt, dass etwa 20 Mitglieder einer Hochzeitsgesellschaft unfreiwillig Zeugen der grausamen Tat wurden. Sie und andere Zeugen werden von Notfallseelsorgern betreut.

Der Tatort am Bahnhof Iserlohn wird aktuell freigegeben.

Polizisten konnten den mutmaßlichen Täter festnehmen.
Polizisten konnten den mutmaßlichen Täter festnehmen.  © Frank Bauermann/TNN/dpa
Die Ermittler gehen von einer Beziehungstat aus.
Die Ermittler gehen von einer Beziehungstat aus.  © Markus Klümper/visual inform/dpa

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