Islamischer Religionsunterricht in NRW bleibt

Düsseldorf - Seit 2011 gehört islamischer Religionsunterricht in Nordrhein-Westfalen zu den ordentlichen Lehrfächern. Der Landrat hat nun beschlossen, den Unterricht weiterzuführen.

Ein Junge liest während des islamischen Religionsunterrichts in einem Schulbuch.
Ein Junge liest während des islamischen Religionsunterrichts in einem Schulbuch.  © dpa/Oliver Berg

Der damalige Beschluss war als eine Übergangslösung gedacht, die im Juli ausläuft. Daher ist nun eine neue Entscheidung vonnöten.

Allerdings wird auch der neue Beschluss, laut Mitteilung der DPA, eine Übergangslösung bleiben. Der Grund dafür liegt im Grundgesetz. Dort steht, dass Religionsunterricht in Übereinstimmung mit den Grundsätzen der Religionsgemeinschaft geführt wird. In Nordrhein-Westfalen gibt es jedoch keine anerkannte islamische Religionsgemeinschaft.

Da man im Landrat jedoch davon überzeugt ist, dass sich der islamische Religionsunterricht bewährt hat, will man ihn weiterführen. Der neue Entwurf sieht daher auch eine gesetzliche Regelung vor, dass die vorläufig akzeptierten islamischen Organisationen garantieren und belegen, verfassungstreu zu arbeiten.

Im Schuljahr 2017/18 nahmen über 19.000 Schüler an 234 Schulen in deutscher Sprache und unter Aufsicht am islamischen Religionsunterricht teil. Den Unterricht erteilten 241 Lehrkräfte, die eine staatliche Unterrichtserlaubnis und eine religiöse Bevollmächtigung haben.

Da die Anzahl der muslimischen Schüler in Nordrhein-Westfalen inzwischen auf rund 415000 angestiegen ist, soll das Angebot ausgeweitet werden.

Der Gesetzentwurf wurde im Schulausschuss mit klarer Mehrheit angenommen und geht nun ins Plenum. Nur die AfD hatte dagegen gestimmt.

Bereits 19000 Schüler wurden von 241 Lehrern in islamischer Religion unterrichtet.
Bereits 19000 Schüler wurden von 241 Lehrern in islamischer Religion unterrichtet.  © dpa/Oliver Berg

Titelfoto: dpa/Oliver Berg

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