Islamunterricht in bayerischen Schulen soll fortgesetzt werden

München - An bayerischen Schulen soll es weiterhin und nun dauerhaft Islamunterricht für Kinder muslimischen Glaubens geben.

Der Islamunterricht soll - je nach Bedarf - ausgebaut werden. (Symbolbild)
Der Islamunterricht soll - je nach Bedarf - ausgebaut werden. (Symbolbild)  © DPA

Nach einer Grundsatzeinigung im Koalitionsausschuss will die schwarz-orange Staatsregierung dies voraussichtlich schon in der Kabinettssitzung am kommenden Dienstag beschließen.

Darauf hatten sich CSU und Freie Wähler nach Angaben aus beiden Parteien nach langem Hin und Her in dieser Woche verständigt.

Und: Der Unterricht soll dem Kultusministerium zufolge "bedarfsgerecht" ausgebaut werden.

Offiziell läuft der Islamunterricht inzwischen seit vielen Jahren als Modellversuch: die erste Phase seit dem Jahr 2009, die zweite Phase seit 2014, und zwar zuletzt bayernweit an 349 Schulen.

Im vergangenen Schuljahr besuchten rund 16.000 Schülerinnen und Schüler den Unterricht, der von etwa 100 Lehrerinnen und Lehrern angeboten wurde. Er findet in deutscher Sprache in staatlicher Verantwortung statt. Ohne den neuen Koalitionsbeschluss wäre im Sommer Schluss gewesen.

Die Präsidentin des Bayerischen Lehrer- und Lehrerinnenverbandes, Simone Fleischmann, begrüßte die Pläne der Koalition am Freitag: "Nun ist der Weg frei für die Konzeption und die Implementierung eines bedarfsgerechten Islamischen Unterrichts in ganz Bayern", lobte sie. "Das ist nach den langen Monaten der Unklarheit eine gute und wichtige Nachricht."

Lehrkräfte und Studierende seien über Monate im Unklaren gelassen worden. "Jetzt können sie endlich aufatmen."

Titelfoto: DPA

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