Israelitische Gemeinde besorgt: Antisemitische Straftaten in Sachsen nehmen zu

Leipzig - Vor Beginn der Jüdischen Woche in Leipzig äußert sich der Zentralrat der Juden in Deutschland zum aktuellen politischen Klima im Deutschland. Antisemitische Taten nähmen bedenklich zu.

Am Wochenende beginnt die Jüdische Woche in Leipzig.
Am Wochenende beginnt die Jüdische Woche in Leipzig.  © DPA

Wachsender Antisemitismus sorgt Mitglieder der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig - auch mit Blick auf die Landtagswahl am 1. September. «Ich finde, dass die heutige Entwicklung des politischen Klimas dramatisch ist», sagte der Vorsitzende Küf Kaufmann, Mitglied im Präsidium des Zentralrates der Juden in Deutschland.

Am Sonntag beginnt in Leipzig die Jüdische Woche.

Im Vorjahr dokumentierte Kerstin Köditz, Extremismus-Expertin der Linksfraktion, 138 antisemitische Straftaten im Freistaat. Das waren 15 Prozent mehr als 2017. Er persönlich sei bislang aber von niemandem geschlagen oder auf der Straße beleidigt worden, sagte Kaufmann. Ihn belasteten aber solche judenfeindlichen Tendenzen.

Die Jüdische Woche steht unter dem Motto «L'dor v'dor - Von Generation zu Generation.» Mehr als 100 Veranstaltungen wie Konzerte, Lesungen, Filme und Zeitzeugengespräche sind geplant.

Küf Kaufmann vom Zentralrat der Juden zeigt sich besorgt über aktuelle politische Entwicklungen.
Küf Kaufmann vom Zentralrat der Juden zeigt sich besorgt über aktuelle politische Entwicklungen.  © DPA

Mehr zum Thema Leipzig Crime:


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0