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Ist das das Ende der Solarindustrie in Sachsen?

Dresden - MOPO24 sprach mit Frank Asbeck, Gründer des größten Solarherstellers Europas, über die Zukunft der Solarenergie.
Vor Kurzem kriselte es noch bei Frank Asbecks Firma „SolarWorld“. Jetzt geht es wieder aufwärts.
Vor Kurzem kriselte es noch bei Frank Asbecks Firma „SolarWorld“. Jetzt geht es wieder aufwärts.

Von Antje Meier

Dresden - Wenn die Sonne scheint, strahlt auch Frank Asbeck (55). Der „Sonnenkönig“ gründete 1998 die Firma Solarworld. Inzwischen der größte Solarhersteller in Europa und den USA. Doch zuletzt geriet die Solarbranche in eine tiefe Krise, Betriebe gingen pleite. Hat Solarenergie noch Zukunft? MOPO24 fragte nach.

MOPO24: Herr Asbeck, wie steht es um die Solarbranche?

Frank Asbeck: Um die Sonnenenergie steht es prima. Wir haben Sommer, die Sonne scheint, und jeder, der ein Dach hat, sollte es mit einer Solarstromanlage nutzen. Denn nach wie vor rechnet sich jede Solaranlage und macht unabhängiger von Atom- und Kohlestrom.

MOPO24: Die Fördergelder schrumpfen. Kann die Solarindustrie da überhaupt noch überleben?

Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (l.) und Frank Asbeck auf der Messe „Intersolar“.
Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (l.) und Frank Asbeck auf der Messe „Intersolar“.

Frank Asbeck: Die Solarindustrie hat bis auf die Ausbauhilfe Ost vor über zehn Jahren kaum direkte Fördergelder bekommen. Gefördert wurde nur der Betreiber der Solarstromanlage. Heute rechnet sich die Stromerzeugung aber schon fast ohne Förderung. Besonders wenn man seinen Solarstrom selber nutzt.

MOPO24: Auch um SolarWorld stand es zuletzt schlecht. Ist die Krise überstanden?

Frank Asbeck: Seit der Restrukturierung 2013/14 steht SolarWorld wieder auf finanziell sicheren Beinen. Wir konnten sogar im thüringischen Arnstadt die Fertigung von Bosch Solar Energy übernehmen. Heute bauen wir unsere Kapazitäten wieder konzernweit aus.

MOPO24: Wie konnte sich SolarWorld retten?

Solarworld ist der größte Solarhersteller Europas.
Solarworld ist der größte Solarhersteller Europas.

Frank Asbeck: Hier hat jeder seinen Beitrag geleistet. Die Anleger, die Banken und vor allem die Mitarbeiter. Das war für alle nicht leicht, aber wir haben es geschafft.

MOPO24: Können Anleger bald wieder mit Gewinnen rechnen?

Frank Asbeck: An der Börse kommt es immer darauf an, wann man kauft und verkauft. Natürlich wollen wir mit SolarWorld wachsen. Das gilt auch für den Wert unserer Aktie.

MOPO24: Wie wird es mit der Sonnenenergie weitergehen? Ist Wachstum noch möglich?

Frank Asbeck: Die Wachstumschancen für Solar sind unbegrenzt. Solarenergie ist überall in der Welt nutzbar. Der Solarmarkt hat ein Potenzial, das nur vergleichbar ist mit dem Markt für Computer und Halbleitertechnologien, also riesig.

MOPO24: Aber die Konkurrenz aus China ist drückend.

Frank Asbeck: SolarWorld ist der größte Solarhersteller in Europa und in den USA. Trotzdem kommen immer noch zwei Drittel der Solarmodule aus China. Grund sind gigantische Subventionen für die chinesische Solarindustrie, Überkapazitäten und daraus resultierend Dumpingpreise. Deswegen gibt es in Europa und den USA Anti-Dumpingmaßnahmen. Das ist bitter nötig, um den illegalen Handel aus China einzudämmen.

MOPO24: Was erwarten Sie von der Politik?

Frank Asbeck: Die Politik muss für stabile Rahmenbedingungen sorgen und nicht mit Debatten Unsicherheit erzeugen. Solar soll ein wichtiger Pfeiler im deutschen Energiemix werden. So steht es im Koalitionsvertrag. Dann darf die Politik auch gerne mal dazu stehen.

MOPO24: In einem Spiegel-Interview sprachen Sie einmal von einer dezentralen Energierevolution.

Frank Asbeck: Solarenergienutzung ist maximal dezentral. Jeder erzeugt den Strom da, wo er ihn braucht. Diese Revolution hat bereits begonnen. Immerhin haben wir in Deutschland schon über eine Million Solarstromanlagen installiert. Viele Energieversorger und Stadtwerke fürchten aber diese Revolution. Dabei müssten sie nur an der Entwicklung teilhaben.

MOPO24: Ist Sonnenenergie der Schlüssel zur Energiewende?

Frank Asbeck: Photovoltaik wird in den nächsten Jahren zur billigsten Stromquelle weltweit und ist damit der wesentliche Schlüssel zur Energiewende – zusammen mit Wind, Wasser und Bioenergie.

MOPO24: Was glauben Sie: Ist die Energiewende Utopie oder machbar?

Frank Asbeck: Die Energiewende ist notwendig und schon Realität. Es kommt nur auf das richtige Tempo an.

So baut man ein Solar-Modul

Aus diesen Silizium- Blöcken werden Wafer geschnitten – die späteren Solar- Zellen.
Aus diesen Silizium- Blöcken werden Wafer geschnitten – die späteren Solar- Zellen.

Am Anfang der Modul-Produktion steht das Element Silizium. Bei 1 400 Grad eingeschmolzen, kristallisiert es in Blöcken aus. Zuerst zu quadratischen Säulen geschnitten, werden diese dann maschinell zersägt. So entstehen in Freiberg täglich 200 000 Wafer.

In der Zellproduktion werden die fertigen Wafer auf einer Seite mit Phosphor beschichtet. Diese Sonnen-Seite erhält zusätzlich eine Anti-Reflexions-Beschichtung, die mehr Sonne absorbiert. Dabei erhält der Wafer seine typisch blaue Farbe. Später entsteht zwischen dieser Ober- und Unterseite Spannung. Sie funktionieren quasi wie ein Minus- und Pluspol.

Um den Strom abtransportieren zu können, braucht es Leiter. Dafür werden die Wafer per Siebdruckverfahren beidseitig mit leitfähiger Silberpaste bedruckt – die späteren Kontaktstellen. In der Modulproduktion werden darauf die Lötbändchen angebracht.

Nun verbindet man mehrere solcher Solarzellen durch Reihenschaltung – 36 bis 72 Zellen in einem Modul, je nach Verwendungszweck. Abschließend werden die Zellen mit einer Folie laminiert und dadurch fest miteinander und einer Glasplatte verbunden.

Pro Tag werden 6 000 Module bei SolarWorld in Freiberg gefertigt. Lebensdauer: 30 Jahre.

Fotos: Oliver Berg, Sven Hoppe, M. Rietschel

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