Ist das der letzte große Weihnachtsbaum für Chemnitz?

Es ist angeliefert:
Die Fichte
steht. Am
Abend wurde
der Baum aus
dem Vogtland
auf dem Chemnitzer
Markt
aufgestellt.
Es ist angeliefert: Die Fichte steht. Am Abend wurde der Baum aus dem Vogtland auf dem Chemnitzer Markt aufgestellt.  © Jan Haertel

Chemnitz - Es kann nur eine geben: Im Vor-Advent bricht unter den Kommunen in der Region der Wettstreit um den höchsten Weihnachtsbaum aus. Die Chemnitzer Fichte steht seit gestern. Ihre exakte Höhe wird am Montag vermessen.

Rund 26 Meter hoch ist der Chemnitzer Weihnachtsbaum. Die Fichte aus dem Vogtland wurde am Nachmittag angeliefert. Hunderte Schaulustige begrüßten ihren "Dannenboom". Es könnte der Letzte in dieser Größe sein.

Denn durch diese Gasse muss er kommen: Die von der Stadt Chemnitz beschlossene Kneipenmeile in der Inneren Klosterstraße könnte Auswirkungen auf die Größe der Fichte haben.

"Alle Außenanlagen, die entstehen, müssen abbaubar sein so wie unsere Bänke auch", sagt Ordnungsbürgermeister Miko Runkel (56).

Wären es die Freisitze der Kneipen, die Markisen der Restaurants und Vorbauten nicht, es hätte sich "ausgefichtet".

67 Jahre durfte die Fichte wachsen
und gedeihen - gefällt war sie in wenigen Augenblicken. Dafür kommt sie
aber auch noch einmal groß raus.
67 Jahre durfte die Fichte wachsen und gedeihen - gefällt war sie in wenigen Augenblicken. Dafür kommt sie aber auch noch einmal groß raus.  © Jan Haertel

Mit anderen Worten: Kommt die Kneipenmeile eines Tages groß raus, schrumpft die Weihnachtsfichte auf das Maß, das dann noch durch die Innere Klosterstraße passt.

Die Gasse ist die einzige Route auf den Markt. "Einen kleineren Weihnachtsbaum wollen wir nicht", so Runkel.

Lehrlinge des Chemnitzer Ingenieurbüros Wuttke werden die Fichte am Montag, 10 Uhr, in Höhe und Breite auf den Zentimeter genau vermessen. "Dieses Mal vermessen wir mit dem neuesten 3D-Laserscanner", heißt es in einer Mitteilung.

Damit wird nicht nur der Baum in 3D erfasst, sondern auch der Weihnachtsmarkt und seine Buden.

Mit der Bergparade am 2. Dezember startet Chemnitz ins Weihnachtsfieber. 1 086 Uniformträger, Bergmusiker und Sänger marschieren 14 Uhr vom Theaterplatz die Straße der Nationen entlang in den Stadthallenpark.

Rund 40.000 Euro lässt sich die Stadt das Spektakel kosten.

Die Chemnitzer Bergparade ist die zweitgrößte in Sachsen. Die größte geht am 23. Dezember mit der Abschlussparade des Sächsischen Bergmannsvereins in Annaberg-Buchholz über die Bühne.

Und dann ist Weihnachten auch fast schon vorbei.

Hier neigt sich der Baum nicht dem
Ende, sondern seiner Verladung zu.
Per LKW ging es nach Chemnitz.
Hier neigt sich der Baum nicht dem Ende, sondern seiner Verladung zu. Per LKW ging es nach Chemnitz.  © Jan Haertel
Durch diese enge Gasse muss er kommen: Die
Innere Klosterstraße ist der einzige Weg für
den Weihnachtsbaum in die City.
Durch diese enge Gasse muss er kommen: Die Innere Klosterstraße ist der einzige Weg für den Weihnachtsbaum in die City.  © Jan Haertel

Titelfoto: Jan Haertel


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0