Ist das Müll oder kann das auf den Teller? Lebensmittelretter eröffnen Café

Stuttgart - Ein Café in Stuttgart rettet Lebensmittel vor der Mülltonne und verteilt sie stattdessen kostenlos an Menschen.

Mitglieder des Gründerteams des Café "Raupe Immersatt" stehen hinter der Theke ihres Cafés.
Mitglieder des Gründerteams des Café "Raupe Immersatt" stehen hinter der Theke ihres Cafés.  © Marijan Murat/dpa

Das Essen stammt etwa von Supermärkten oder Bäckereien, wo es nicht weiter verkauft worden wäre, erklärt Café-Betreiber Lisandro Behrens. Die Gäste bedienen sich selbst an Regalen und Kühlschränken gefüllt mit Kuchen, Brot oder Gemüse, sie können das Essen auch mit nach Hause nehmen.

50 bis 100 Kilogramm Lebensmittel würden im "Raupe Immersatt" so jeden Tag gerettet, schätzt Behrens.

Im Vergleich zu den 18 Millionen Tonnen Lebensmitteln, die einer Untersuchung der Umweltstiftung WWF aus dem vergangenen Jahr zufolge in Deutschland jährlich verschwendet werden, ist das eine verschwindend geringe Menge.

"Wir wollten einen schönen Ort schaffen, um über Lebensmittelverschwendung zu reden", sagt der 29-Jährige. Vor vier Wochen hat das Lokal als nach eigenen Angaben erstes Foodsharing-Café Deutschlands eröffnet - eine Initiative unter dem Namen sammelt seit 2012 Lebensmittel und verteilt sie weiter. Finanzieren soll sich das Lokal über den Verkauf von Getränken.

Ein Gast nimmt ein Stück Kuchen aus der Foodsharing-Verteilstation des Cafés.
Ein Gast nimmt ein Stück Kuchen aus der Foodsharing-Verteilstation des Cafés.  © Marijan Murat/dpa

Titelfoto: Marijan Murat/dpa

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