Ist Jena besser für die Zukunft gerüstet als Erfurt?

Welche Stadt wirklich besser ist, müssen dann doch ihre Einwohner entscheiden.
Welche Stadt wirklich besser ist, müssen dann doch ihre Einwohner entscheiden.  © DPA

Jena/Erfurt - Wie gut sind die deutschen Städte auf die Herausforderungen der Zukunft vorbereitet? Mit dieser Frage beschäftigte sich zum dritten Mal das Städteranking der Wirtschaftswoche.

Als einzige Ostdeutsche Stadt hat es Jena in die Top Ten des Rankings geschafft - und verbesserte sich auch noch um zwei Plätze zum Vorjahr! Um die Zukunftsfähigkeit zu bewerten, sei die Forschungsstärke einer Kommune entscheidend.

Jena punktet besonders mit dem zweitstärksten Pro-Kopf-Wachstum beim Bruttoinlandsprodukt. Und auch bei der Akademikerquote rangiert die Heimat des Traditionsunternehmens Carl Zeiss sehr weit oben. Während man also für die Zukunft vorsorgt, kann man sich aber nicht auf Teilerfolgen ausruhen, denn im Ranking der Städte, die sich am besten entwickelt haben schafft es Jena gerade einmal auf Platz 51.

In dieser Wertung läuft Erfurt Jena den Rang ab. Erfurt steht mit Platz 22 gut da, kann sich über zwei Prozent weniger Arbeitslose und eine Steigerung des Pro-Kopf-Wachstum vom Bruttoinlandsprodukt von 17,5 Prozent freuen. Und auch bei der Betreuung von Kindergartenkindern liegt Erfurt im Deutschlandvergleich weit vorne, ebenso sind hier besonders viele Frauen beschäftigt. Im Gegensatz zu vielen anderen Städten steigt in Erfurt allerdings die Kriminalität und die Aufklärungsquote der Polizei ist gesunken.

Das Städteranking der Wirtschaftswoche wurde in diesem Jahr zum dritten Mal veröffentlicht. Sie untersucht die 70 kreisfreien Städte Deutschlands mit über 100.000 Einwohnern.


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