Vor den Augen des Sohnes: Deutsche in Italien vom Blitz erschlagen

Carloforte - Seit Tagen wüten in Italien schwere Unwetter. Nun ist ihnen eine deutsche Touristin zum Opfer gefallen.

Die Frau wurde vom Blitz getroffen und durch die Luft geschleudert. (Symbolbild)
Die Frau wurde vom Blitz getroffen und durch die Luft geschleudert. (Symbolbild)  © DPA

Die Frau sei auf der zu Sardinien gehörenden Insel San Pietro von einem Blitz getroffen worden, sagte ein Sprecher des Zivilschutzes am Samstag der Deutschen Presse-Agentur.

Vor dem Unglück am Freitagnachmittag sei die Frau mit ihrem Mann und ihrem Sohn unterwegs gewesen, berichteten die Nachrichtenagenturen Ansa und ADNkronos.

Die drei waren laut Ansa zu einer Trekking-Tour aufgebrochen, als das Wetter noch gut war. Als das Gewitter aufzog, hätten sie sich auf den Rückweg zum Auto gemacht. Dann sei die Frau vom Blitz getroffen und mehrere Meter durch die Luft geschleudert worden.

Bereits seit dem vergangenen Wochenende haben Unwetter weite Teile des Landes getroffen und große Schäden angerichtet (TAG24 berichtete). Mehr als 14 Menschen kamen ums Leben. Entspannung war auch für Samstag zunächst nicht abzusehen.

Von den jüngsten Unwettern war vor allem die nordöstliche Provinz Belluno betroffen, in einigen Orten fehlte seit Tagen der Strom. Teils mangelte es auch an Trinkwasser. Wegen eines Erdrutsches am Freitag waren mehrere Orte von der Außenwelt abgeschnitten.

Starker Wind riss nicht nur in Venetien, sondern auch in der Region Trentino-Südtirol Schneisen in die Wälder. Tausende Bäume seien wie Mikadostäbchen umgefallen, twitterte die Feuerwehr.

Der Zivilschutz warnte vor allem auf Sardinien und Sizilien vor weiteren Gewittern, starkem Regen und Wind.

Die Schlechtwetterfront mit Starkregen und Sturmböen lähmt seit Tagen weite Teile Italiens.
Die Schlechtwetterfront mit Starkregen und Sturmböen lähmt seit Tagen weite Teile Italiens.  © DPA

Titelfoto: DPA

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