Forscher warnen: Italienischer Supervulkan könnte bald ausbrechen

Italien - Viele aktive Vulkane gibt es in Italien zwar nicht mehr, doch dafür sind jene, die noch aktiv sind, umso gefährlicher. Dabei sind aber nicht etwa Ätna oder Vesuv das Problem.

Direkt neben der italienischen Millionenstadt Neapel liegt der Supervulkan.
Direkt neben der italienischen Millionenstadt Neapel liegt der Supervulkan.  © DPA

Das größte Risiko eines zeitnahen Ausbruchs geht aktuellen Erkenntnissen zufolge von den Phlegräischen Feldern aus. Dabei handelt es sich um ein Vulkansystem in Süditalien, indem es laut dem Fachblatt "Science Advances" rumort.

So habe man bei der Untersuchung der Gesteine im Umfeld des zirka 150 Quadratkilometer großen Vulkans festgestellt, dass einige Komponenten wie Temperatur und Wassergehalt denen im Vorfeld früherer Ausbrüche ähneln.

Zudem sei der CO2-Gehalt der Gase, die aktuell aus dem Boden aufsteigen, relativ hoch. All das deute darauf hin, dass sich die Phlegräischen Felder in einer Art Aufbauphase befänden, die in einer gewaltigen Eruption gipfeln könnte.

"Die Daten könnten darauf hindeuten, dass sich eine große Menge Magma unter den Campi Flegrei sammelt", heißt es bei "Science Advances". "Dies könnte – zu einem noch unbestimmten Zeitpunkt in der Zukunft – zu einem Ausbruch großen Magmavolumens führen."

Wann genau das der Fall sein könnte, ließe sich derzeit allerdings nicht sagen. Fakt ist: Sollte es zu einer Eruption kommen, wären je nach Schwere des Ausbruchs mehr als 1,5 Millionen Menschen im Großraum Neapel davon betroffen.

Die Forscher warnen: "Die Caldera der Campi Flegrei ist eine der gefährlichsten Regionen der Erde." Mit einer katastrophalen Eruption wie zuletzt vor etwa 40.000 Jahren sei aber in naher Zukunft nicht zu rechnen.

"Denn das Magmareservoir unter den Phlegräischen Feldern lädt sich nur sehr langsam auf", so die Experten. Der letzte Lavaausstoß fand im Jahr 1538 statt. Es war aber nur ein kleinerer.

Im Vulkan-Observatorium in Neapel hat man die Phlegräischen Felder genau im Blick.
Im Vulkan-Observatorium in Neapel hat man die Phlegräischen Felder genau im Blick.  © DPA
 Das undatierte Handout zeigt einen Blick auf die Phlegräischen Felder bei Neapel.
Das undatierte Handout zeigt einen Blick auf die Phlegräischen Felder bei Neapel.  © DPA

Titelfoto: DPA


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0