Nach Sex-Vorwürfen: Kommt Plácido Domingo nach Hamburg?

Hamburg - Am Sonntag beginnen an der Staatsoper Hamburg die "Italienischen Opernwochen".

Die Karriere von Plácido Domingo, spanischer Operntenor, steht vor einem dramatischen Ende.
Die Karriere von Plácido Domingo, spanischer Operntenor, steht vor einem dramatischen Ende.  © Lisi Niesner/APA/epa/dpa

Bis zum 2. April stehen zahlreiche italienische Opern auf dem Programm, darunter Giacomo Puccinis "Tosca" und Giuseppe Verdis "Otello".

Auch etliche Opernstars werden erwartet, unter anderem sind drei Auftritte von Plácido Domingo (79) in Giuseppe Verdis Oper "Simon Boccanegra" geplant.

Ob der spanische Sänger, dem zahlreiche Frauen sexuelle Übergriffe vorgeworfen haben, tatsächlich auftreten wird, steht aber noch nicht fest (TAG24 berichtete).

Domingo hatte sich vergangene Woche bei den Frauen entschuldigt. Zuvor hatte eine Untersuchung des US-Verbands der Musikkünstler (AGMA) die Vorwürfe zahlreicher Sängerinnen bestätigt.

"Wir sind irritiert über diese neuen Entwicklungen und nehmen die Thematik rund um Plácido Domingo sehr ernst", hatte Pressesprecher Michael Bellgardt erklärt.

Die Staatsoper beschäftige sich genau mit den neuesten Entwicklungen und informiere sich umfassend. "Wir werden uns auch mit den anderen Institutionen in Europa austauschen und danach an die Öffentlichkeit treten", sagte Bellgardt.

Neben Domingo werden auch andere bekannte Sänger in Hamburg erwartet. So wird die lettische Sopranistin Kristine Opalais die Titelpartie der "Tosca" übernehmen, die lettische Sopranistin Marina Rebeka die Titelpartie der "Norma".

Der Opernsänger Placido Domingo bei einem Konzert in der Elbphilharmonie.
Der Opernsänger Placido Domingo bei einem Konzert in der Elbphilharmonie.  © Christian Charisius/dpa

Titelfoto: Lisi Niesner/APA/epa/dpa

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