Ja, wieviel denn nun? Milliarden-Geschachere um Pannen-Flughafen BER

Im Oktober 2020 soll der Flughafen dann endlich in Betrieb gehen. Aktuell arbeiten dort noch fleißig die Bauarbeiter.
Im Oktober 2020 soll der Flughafen dann endlich in Betrieb gehen. Aktuell arbeiten dort noch fleißig die Bauarbeiter.

Berlin - Na prima, wenn nicht einmal der Chef des Pannen-Flughafen BER die Kosten beziffern kann, wer dann?

Denn wie Der Tagesspiegel berichtet, könne Flughafenchef Engelbert Lütke Daldrup laut eigenen Angaben die Frage nach den Mehrkosten noch nicht abschließend beantworten.

Immerhin nennt er im Interview eine grobe Hausnummer: "Aber es wird weniger als eine Milliarde Euro sein", so Lütke Daldrup im Tagesspiegel-Interview.

Allein für das BER-Terminal würden weitere 300 bis 400 Millionen Euro benötigt. Es hat bereits 2,8 Milliarden Euro verschlungen.

Zudem brauche die Flughafengesellschaft weiteres Geld, um Kredite zu tilgen und Zinsen zu zahlen. Gegenüber dem Aufsichtsrat will der BER-Chef am 2. März den Bedarf genau beziffern.

Hintergrund: Bislang kursierten Gesamtkosten von 6,5 Milliarden Euro für das Großprojekt BER – jedoch ausgehend für eine Eröffnung noch in 2018 (TAG24 berichtete).

Da der Flugbetrieb allerdings erst im Jahr 2020 startet, könnte sich die Summe schnell auf über sieben Milliarden Euro steigern!

Die Älteren werden sich daran erinnern: Beim Spatenstich für Deutschlands drittgrößten Flughafen am 5. September 2006 waren die Verantwortlichen noch von insgesamt zwei Milliarden Euro Gesamtinvestitionen ausgegangen.

Die Kontrolleure stimmten den Vorschlag von Flughafenchef Engelbert Lütke Daldrup den BER im Herbst 2020 zu eröffnen, zu.
Die Kontrolleure stimmten den Vorschlag von Flughafenchef Engelbert Lütke Daldrup den BER im Herbst 2020 zu eröffnen, zu.

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