Jäger soll mit Gewehren gedroht und drei Mädchen missbraucht haben

Ein Jäger aus Gütersloh muss wegen Missbrauchs nun mit einer Anklage rechnen. (symbolbild)
Ein Jäger aus Gütersloh muss wegen Missbrauchs nun mit einer Anklage rechnen. (symbolbild)  © DPA

Gütersloh - Die Vorwürfe wiegen schwer. Ein Jäger aus dem Kreis Gütersloh soll drei Mädchen mit seinen Gewehren eingeschüchtert und dann sexuell missbraucht haben. Das bestätigte die Staatsanwaltschaft Bielefeld.

Die drei Mädchen, die zur damaligen Tatzeit zwischen neun und zehn Jahre alt gewesen waren, sagten bei der Polizei aus, dass sie den Jäger häufiger in seinem Haus besucht hätten, da sie seinen Hund sehen und streicheln wollten.

Laut des Westfalen-Blatts erklärte eines der Mädchen den Beamten, dass sie bei dem Mann häufiger "Modenschauen" gemacht hätten, bei denen sie aufgefordert worden seien, sich komplett auszuziehen. Die drei kamen der Aufforderung nach.

Gegenüber den Eltern erwähnten die Kinder lange kein Sterbenswort, da sie von dem Jäger durch große Gewehrkugeln und der Ansage, es gebe "Stress", wenn sie ihren Eltern was erzählten, eingeschüchtert wurden. Daraufhin nahmen die Kids an, dass er schießen würde, wenn sie das Geheimnis lüften.

Aus Angst um das eigene Leben und das ihrer Eltern besuchten sie den Mann stetig weiter.

Nachdem der mutmaßliche Missbrauch schließlich ans Tageslicht kam, entzog der Kreis Gütersloh dem Jäger die Waffenbesitzkarte und stellte seine Gewehre sicher.

Der Beschuldigte bestreitet allerdings die Tatvorwürfe und beteuert seine Unschuld. Er habe nie Kinder aufgefordert sich auszuziehen, teilte er mit und erklärte weiter, dass selbst wenn das so gewesen wäre, das nicht rechtfertige, ihm seine Waffen zu entziehen. Daher klagte er vor dem Verwaltungsgericht und verlor.

Derzeit soll das strafrechtlichen Ermittlungsverfahren gegen den Jäger vor einem unmittelbarem Ende stehen. Dem Anschein nach muss er wohl mit einer Anklage rechnen.

Titelfoto: DPA


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