Oli, der Schrecken vom Jägerpark, steht vor Gericht!

Räuberhauptmann Oliver W. (23) versteckte sich hinter eine Akte, als er in den Saal gebracht wurde.
Räuberhauptmann Oliver W. (23) versteckte sich hinter eine Akte, als er in den Saal gebracht wurde.

Von Steffi Suhr

Dresden - Es reicht! Immer wieder wird Oliver W. (23) straffällig. Am Mittwoch begann am Landgericht erneut ein Prozess gegen ihn. Diesmal könnte er für Jahre hinter Gittern landen.

Mit zwei Kumpanen überfiel der Intensivtäter (zwölf Eintragungen im Strafregister) im September 2014 an der Bautzner Straße Jugendliche.

Mit Schlagstöcken und Kopfnüssen erprügelte sich der Trupp Handys. „Ich hatte Drogenschulden, sollte dafür Handys und Geld organisieren“, so der Angeklagte.

Dabei war er erst im März 2014 mit zwei Jahren Bewährung davongekommen, weil er mit seiner Gang das Wohngebiet am Jägerpark auf die selbe Weise tyrannisiert hatte. Die zwei Jahre muss er nun absitzen.

Martin P. (23) motzte gestern sogar über den Staatsanwalt, der ihm seine Taten vorwarf.
Martin P. (23) motzte gestern sogar über den Staatsanwalt, der ihm seine Taten vorwarf.

Ebenso 20 Monate, die er im November 2014 wegen weiterer Räubereien kassierte.

Die Haftzeit könnte sich nun noch weiter verlängern. Außerdem prüft das Gericht eine Unterbringung zum Drogenentzug.

Auch der mitangeklagte Kumpan Martin P. (23) hat ein langes Strafregister und eine gehörige Portion Renitenz.

Auf die Frage des Richters, warum er damals mit Schlagstock unterwegs war, antwortete er frech: „Zum Selbstschutz. Frauen haben doch auch Reizgas einstecken. Warum darf ich mich dann nicht vor Angriffen schützen?“ Die Urteile folgen.

Der "Jägerpark" war das Revier des Intensivtäters. Hier schlug Oliver W. (23) wiederholt zu.
Der "Jägerpark" war das Revier des Intensivtäters. Hier schlug Oliver W. (23) wiederholt zu.

Fotos: Steffen Füssel


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