Jäger trifft Kollegen am Kopf, doch es handelt sich nicht um einen Jagdunfall!

Boizenburg - In Nostorf (Mecklenburg-Vorpommern) ist am Donnerstagnachmittag ein 60-jähriger Mann schwer verletzt worden.

Ein Mann durchschreitet ein Gelände mit einem Gewehr in der Hand. (Symbolbild)
Ein Mann durchschreitet ein Gelände mit einem Gewehr in der Hand. (Symbolbild)  © 123RF/lightfieldstudios

Das Opfer war bei Bewusstsein und wurde anschließend mit einer Kopfverletzung ins Krankenhaus gebracht worden, heißt es vonseiten der Polizei.

Ersten Erkenntnissen zufolge hatte sein 74-jähriger Jagdkollege ein Stück Damwild erlegen wollen.

Nach Aussage des Schützen habe er sich hierzu mit seinem Jagdgewehr auf dem Fahrzeugdach seines Fahrzeugs abgestützt und dann geschossen.

Dabei durchschlug das Projektil aus noch ungeklärter Ursache das Fahrzeugdach, wobei der auf dem Beifahrersitz des Fahrzeugs sitzende 60-Jährige von einem Splitter am Kopf getroffen wurde.

Wie genau es zu diesem Vorfall kommen konnte, ist bislang noch unklar. Die Polizei stellte zunächst die betreffende Jagdwaffe sowie das Fahrzeug zur kriminaltechnischen Untersuchung sicher.

Nach Angaben der unteren Jagdbehörde des Landkreises Ludwigslust-Parchim wird der Vorfall zudem nicht als Jagdunfall, sondern als missbräuchliche Verwendung einer Schusswaffe auf einem umfriedeten Gehege gewertet.

Denn bei dem Stück Damwild, das der 74-Jährige erlegen wollte, habe es sich den Angaben zufolge um ein Zuchttier gehandelt.

Die Polizei ermittelt derweil wegen des Verdachts der fahrlässigen Körperverletzung.

Die Polizei ermittelt wegen fahrlässiger Körperverletzung. (Symbolbild)
Die Polizei ermittelt wegen fahrlässiger Körperverletzung. (Symbolbild)  © DPA

Titelfoto: 123RF/lightfieldstudios

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