Neuer Vorstoß im Leipziger Stadtrat: Ist die Radspur auf der Jahnallee bald wieder Geschichte?

Leipzig - Ist es bald schon wieder vorbei mit der vierspurigen Jahnallee in Leipzig? Die SPD-Fraktion soll nun Kritik an der aktuellen Lösung und die Errichtung eines Radschnellweges von Lindenau bis zum Hauptbahnhof vorgeschlagen. Dies sei um einiges effektiver - ist allerdings auch mit zusätzlichen Kosten verbunden.

Die SPD-Fraktion schlägt einen Radschnellweg parallel zur Jahnallee vor. Bis zur Realisierung könnten allerdings noch Jahre vergehen.
Die SPD-Fraktion schlägt einen Radschnellweg parallel zur Jahnallee vor. Bis zur Realisierung könnten allerdings noch Jahre vergehen.  © Nico Zeißler

Wie die "Leipziger Volkszeitung" berichtet, stecken Julia Kneisel und Leonie Weber hinter dem Vorstoß der SPD. Sie sollen nicht nur die Errichtung eines Radschnellweges fordern, sondern gleich die Verlagerung des gesamten Radverkehrs der inneren Jahnallee auf die Gustav-Adolf- sowie Humboldtstraße.

Bisherige Vorstöße dieser Art seien daran gescheitert, "dass man an den unübersichtlichen Kreuzungen kompliziert abbiegen muss", wird Julia Kneisel zitiert. "Deshalb wollen wir, dass der Radverkehr schon in Lindenau auf der nördlichen Straßenseite fahren kann. Dafür muss die Brücke über das Elsterbecken ertüchtigt oder eine eigene Fahrradbrücke gebaut werden.“

Im Anschluss daran soll der neue Radweg über die Festwiese und den Platz vor der Arena Leipzig durch die Gustav-Adolf und Humboldstraße bis zum Hauptbahnhof verlaufen. "Damit der neue Radschnellweg funktioniert, sollen die Gustav-Adolf- und Humboldtstraße Fahrradstraßen werden, mit klugen Einbahnstraßen-, Sackgassen- und Hauptstraßenregelungen für einen durchgehenden Radverkehr", so die "LVZ".

Ziel des Projektes sei unter anderem, die innere Jahnallee vom Radverkehr zu entlasten. Eine Idee, die vor allem bei den dort ansässigen Händlern auf Zustimmung treffen könnte, schließlich wäre der umstritten Radspur damit ein Ende gesetzt. Kneisel und Weber betonen in dem Artikel jedoch, dass die Einrichtung des Radstreifens ebenfalls richtig sei - wenn auch nur kurzfristig. "Wir brauchen Projekte, die über den Tag hinaus denken, da perspektivisch auch die Straßenbahnen ein eigenes Gleis brauchen, um zuverlässiger, pünktlicher und häufiger zu fahren", wird Kneisel zitiert.

Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club in Leipzig (ADFC) habe sich dem Vorstoß bereits angeschlossen. Leipzigs Grüne soll hingegen darauf hingewiesen haben, dass der Vorschlag einen Realisierungszeitraum von etwa 15 bis 20 Jahren benötige.

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