Das war 2019: Prügel in Amberg, Schüsse in München und CL-Aus der Bayern

München - Wir werfen einen Blick zurück auf prägende Ereignisse des Jahres 2019: Diese Geschichten machten zwischen Januar und März 2019 in Bayern Schlagzeilen.

Eine Straßenunterführung nahe dem Bahnhof in der Innenstadt. Vier junge Asylbewerber haben in Amberg in der Oberpfalz wahllos Passanten geschlagen und damit eine Debatte über Gewalt von Flüchtlingen ausgelöst.
Eine Straßenunterführung nahe dem Bahnhof in der Innenstadt. Vier junge Asylbewerber haben in Amberg in der Oberpfalz wahllos Passanten geschlagen und damit eine Debatte über Gewalt von Flüchtlingen ausgelöst.  © Armin Weigel/dpa

Anfang Januar: Deutschlandweit sorgte eine Prügelattacke von vier Flüchtlingen im Alter von 17 bis 19 Jahren in Amberg für Empörung. Drei Afghanen und ein Iraner hatten kurz vor dem Jahreswechsel wahllos auf Passanten eingeschlagen. Zwölf Menschen wurden verletzt.

17. Januar: Für den Prügeltod des 15-jährigen Schülers Maurice K. in Passau verurteilt das Landgericht einen Schläger zu dreieinhalb Jahren Gefängnis. Die anderen Angeklagten - allesamt Deutsche - bekommen Bewährungsstrafen von bis zu einem Jahr und neun Monaten.

19. Januar: Auf einem CSU-Sonderparteitag in München wählen die Delegierten Markus Söder mit 87,4 Prozent der Stimmen zum Parteichef als Nachfolger von Horst Seehofer. Gegenkandidaten gab es nicht.

26. Januar: Bei einem Streit auf einem Nürnberger Bahnhof werden zwei Jugendliche von einem Zug überfahren und getötet. Nach einer Auseinandersetzung unter Jugendlichen stürzen kurz nach Mitternacht drei 16-Jährige vom Bahnsteig auf das S-Bahn-Gleis - nur einer kann sich vor dem gerade einfahrenden Zug retten.

29. Januar: Wegen des Missbrauchs von rund 20 Buben wird ein Kinderarzt zu einer Haftstrafe von zwölf Jahren und neun Monaten verurteilt. Das Augsburger Landgericht ordnete außerdem an, dass der 44 Jahre alte Mediziner anschließend in Sicherungsverwahrung muss. Der Mann war bereits im März 2016 erstmals verurteilt worden, der Bundesgerichtshof hatte aber eine Neuverhandlung angeordnet.

Rechtsextreme ziehen mit Fackeln zur Zeppelintribüne

Polizisten stehen an einer Einsatzstelle im Stadtteil Au. Schüsse haben zwei Männer auf einer Baustelle in München getötet.
Polizisten stehen an einer Einsatzstelle im Stadtteil Au. Schüsse haben zwei Männer auf einer Baustelle in München getötet.  © Sven Hoppe/dpa

2. Februar: Der österreichische Sänger Andreas Gabalier erhält den Karl-Valentin-Orden der Faschingsgesellschaft Narrhalla in München. Dass er ausgezeichnet wird, löst viel Kritik auf - weil Gabalier für manche als rechtspopulistisch, homophob und frauenfeindlich gilt.

7. Februar: Nach dem Milliardenbetrug bei der insolventen Containerfirma P&R erhebt die Staatsanwaltschaft München I Anklage gegen Firmengründer Heinz Roth. Dem 75 Jahre alten Manager werden 414 Fälle des gewerbsmäßigen Betrugs mit einem Schaden von knapp 18 Millionen Euro vorgeworfen.

12. Februar: Bundesliga-Schlusslicht 1. FC Nürnberg trennt sich von Trainer Michael Köllner.

14. Februar: Am Volksbegehren zum Schutz der Artenvielfalt in Bayern beteiligen sich 18,4 Prozent der Wahlberechtigten - ein Rekord. Damit wurde die Zehn-Prozent-Hürde deutlich übersprungen, teilt der Landeswahlleiter nach Ablauf der zweiwöchigen Eintragungsfrist mit.

21. Februar: Ein 29-Jähriger erschießt am Morgen auf einer Münchner Baustelle mit einer Pistole einen 45 Jahre alten Mann und sich selbst. Auf dem Gelände entstehen Luxuswohnungen.

23. Februar: 18 Rechtsextreme ziehen mit Fackeln von einer Flüchtlingsunterkunft in Nürnberg unter anderem zur Zeppelintribüne, von der in den 1930er Jahren Adolf Hitler sprach.

Felix Neureuther gibt Karriere-Aus bekannt

Neureuther wird neuer Experte im Ersten und beim BR und gibt beim Weltcup-Auftakt der Alpinen am Wochenende in Sölden sein Debüt.
Neureuther wird neuer Experte im Ersten und beim BR und gibt beim Weltcup-Auftakt der Alpinen am Wochenende in Sölden sein Debüt.  © Lisa Hinder/ARD/BR/dpa

2. März: Bei einem Brand in einem Nürnberger Wohnhaus sterben ein Säugling, drei Kinder im Alter von vier, fünf und sieben Jahren sowie eine 34-jährige Frau. Die beiden 68 und 69 Jahre alten Großeltern, deren 41-jährige Tochter und ein Achtjähriger überlebten.

13. März: Der FC Bayern scheidet im Achtelfinale der Champions League aus. Der deutsche Fußball-Meister unterliegt dem FC Liverpool nach einem 0:0 in England im Rückspiel vor heimischer Kulisse mit 1:3.

14. März: Fünf Tage vor ihrem 100. Geburtstag verbrennt eine Rollstuhlfahrerin beim Rauchen auf dem Balkon eines Altenheims in Erding. Das Personal hatte die Frau am Morgen auf den Balkon gebracht. Dann gerieten laut Polizei Kleidung und Decke in Brand.

15. März: Ein Skandal bei der Münchner Polizei unter anderem um ein Foto einer Hakenkreuzschmiererei wird bekannt. Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen mehrere Polizeibeamte wegen eventuell strafbarer Inhalte in einer Chat-Gruppe. Unter anderem geht es um zwei Videos, die dort geteilt wurden und antisemitisch sein könnten.

16. März: Skirennfahrer Felix Neureuther verkündet das Ende seiner Karriere. Am kommenden Tag fährt er sein letztes Weltcup-Rennen.

21. März: In Würzburg wird ein 37 Jahre alter Logopäde wegen Verdachts des schweren sexuellen Missbrauchs von Kindern sowie der Herstellung und der Verbreitung kinderpornografischer Schriften festgenommen. Er soll kleine Buben missbraucht und die Taten gefilmt haben. Die Ermittler stellen Hunderte Fotos und Videos sicher.

Thiago (r). und Niklas Süle gefrustet nach dem 1:2-Rückstand gegen Liverpool.
Thiago (r). und Niklas Süle gefrustet nach dem 1:2-Rückstand gegen Liverpool.  © Peter Kneffel/dpa

Titelfoto: Peter Kneffel/dpa

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