Er verlor alles beim Tsunami: Sänger trauert um seine Frau

Jakarta - 430 tote Menschen, Tausende Verletzte, 160 Vermisste: Der Weihnachts-Tsunami richtete in Indonesien schwere Schäden an. Es sind traurige Schicksale, die die Katastrophe mit sich brachte.

Die Ursache des Tsunamis war vermutlich ein Ausbruch des in der Sunda-Meerenge liegenden und 50 Kilometer vom Festland entfernten Vulkans Anak Krakatau.
Die Ursache des Tsunamis war vermutlich ein Ausbruch des in der Sunda-Meerenge liegenden und 50 Kilometer vom Festland entfernten Vulkans Anak Krakatau.  © DPA

Unter all den Opfern ist auch die besonders in Indonesien bekannte und beliebte Band "Seventeen".

Das >> Video der Band ging um die Welt. Es zeigt die Musiker während ihres Konzerts am Strand auf einer Bühne mitten bei ihrem Konzert. Sie wurden einfach "weggespült" vom Tsunami (TAG24 berichtete). Das Video zeigt die übergroße Wucht der Riesenwelle.

Nur der Sänger der Band - Riefian Fajarsyah - überlebte das schreckliche Ereignis. Jetzt trauert er. Denn seine Frau starb tragischerweise ebenso wie die anderen Bandmitglieder.

Auf Instagram macht der Musiker seiner tiefen Trauer Luft. Er entschuldigt sich, dass er nicht zur Beisetzung der Bandkollegen reisen könne. Riefian müsse bei seiner Frau Dylan Sahara bleiben.

In dem emotionalen Instagram-Video verabschiedet sich der Popsänger rührend von ihr. Er berührt ihren Sarg, kann ihn nicht mehr loslassen.

"Wie kann ich ohne dich leben?", schreibt er.

 Der Tsunami hat Riefian Fajarsyah alles genommen.
Der Tsunami hat Riefian Fajarsyah alles genommen.  © dpa/Instagram

Bis zum 4. Januar gilt der Ausnahmezustand für die betroffene Region. "Kind des Krakatau" heißt der Vulkan in der Landessprache. Er ist verantwortlich für den Tsunami gewesen, der die Küstengebiete auf beiden Seiten der Meeresstraße verwüstet hat.

Eigentlich sollten Aufräum- und Rettungsarbeiten mit Hochdruck vorangehen. Offenbar geht vom "Anak Krakatau" noch immer Gefahr aus. Der Anak Krakatau selbst wächst seit Jahrzehnten aus den Überresten einer bei der verheerenden Explosion des Krakatau 1882 fast vollständig zerstörten Vulkaninsel aus dem Meer.

Indonesiens Behörde für Klimatologie und Geophysik (BMKG) warnte auch am Mittwoch die Bevölkerung, sich von Küstengebieten fernzuhalten.

Nun auch noch heftiger Regen!

Auch hoher Wellengang erhöhen das Risiko für die Bewohner weiterhin. "Meiden Sie Küstengebiete von 500 Meter bis einen Kilometer landeinwärts", so die Chefin des Katastrophenschutzes.

Auf einer Küstenlänge von mehr als 310 Kilometern Länge und bis zu 500 Meter landeinwärts hat der Tsunami sein trauriges Unwesen getrieben. Wegen des langen Wochenendes waren zu diesem Zeitpunkt viele Urlauber vor Ort. Nach Angaben des Auswärtigen Amtes in Berlin vom Mittwoch gibt es weiterhin keine Hinweise auf deutsche Opfer.

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