228 Meter kleiner! Tödlicher Vulkan nach Ausbruch geschrumpft

Jakarta - Kurz vor Weihnachten war der Vulkan Anak Krakatau ausgebrochen und hatte einen verherrenden Tsunami ausgelöst, der auf dem Inselstaat Indonesien mehr als 420 Todesopfer forderte (TAG24 berichtete).

Der Ausbruch hat auch am Vulkan selbst deutliche Spuren hinterlassen.
Der Ausbruch hat auch am Vulkan selbst deutliche Spuren hinterlassen.  © Nurul Hidayat/Bisnis Indonesia/AP/dpa

Für den Vulkan selbst hatte die jüngste Aktivität ebenfalls enorme Folgen: Der Anak Krakatau habe zwei Drittel seiner sichtbaren Höhe und bis zu drei Viertel seines Volumens verloren.

Das erklärten indonesische Vulkanologen am Samstag. Der Vulkan erhebe sich nur noch 110 Meter über den Meeresspiegel, etwa 228 Meter weniger als zuvor, so die aktuellen Zahlen.

Den Experten zufolge hat der Anak Krakatau zwischen 150 und 180 Millionen Kubikmeter an Masse verloren. Ein etwa zwei Quadratkilometer großes Stück der Vulkaninsel war abgebrochen und ins Meer gestürzt, wie Aufnahmen der japanischen Raumfahrtbehörde zeigten.

Auch große Mengen Gestein, Geröll und Lava landeten zwischen Sumatra und Java im Meer. So ist auch der immense Schrumpfungsprozess des Vulkans zu erklären. Er war am Freitag vor einer Woche ausgebrochen.

Die Bilder zeigen den Anak Krakatau vor und nach dem Ausbruch.
Die Bilder zeigen den Anak Krakatau vor und nach dem Ausbruch.  © Uncredited/Geospatial Information Authority of Jap

Mit anhaltenden Eruptionen bestehe auch die Gefahr weiterer Tsunamis, erklärte die örtliche Katastrophenschutzbehörde. Mehr als 40.000 Menschen im Westen Indonesiens sind vom Tsunami aus ihrem Zuhause vertrieben worden.

Von dieser Zahl sei auszugehen, nachdem Retter allmählich in zuvor kaum erreichbare Gegenden der betroffenen Küstenregionen auf Sumatra und Java vorgedrungen seien, hieß es von den Behörden am Freitag.

Nach wie vor würden Einwohner aus dem Katastrophengebiet in Sicherheit gebracht. Die Zahl der Todesopfer wurde zuletzt auf 426 leicht nach unten korrigiert. Mehr als 7200 Menschen seien verletzt worden, 23 Personen würden noch vermisst.

Auf der benachbarten Inselgruppe der Philippinen hat indes ebenfalls die Erde gebebt (TAG24 berichtete). Eine vorübergehende Tsunami-Warnung wurde am Samstag nach wenigen Stunden wieder aufgehoben.

Titelfoto: Nurul Hidayat/Bisnis Indonesia/AP/dpa


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