Babymonitor mit Eigenleben: Beobachtete ein Perverser Mutter und ihren Sohn?

Charleston (USA) - Das Band zwischen einer Mutter und ihrem Kind ist mit nichts zu vergleichen, das Stillen nach der Geburt der intimste Prozess, den es gibt. Für Jamie Summitt dürfte jedoch für immer ein Schatten darüber liegen.

Jamie Summitt (l.) und ihr kleiner Sohn könnten beobachtet worden sein.
Jamie Summitt (l.) und ihr kleiner Sohn könnten beobachtet worden sein.

Die junge Mutter und ihr Ehemann Kevin hatten einen Babymonitor von Jamies Eltern geschenkt bekommen, um ihren gemeinsamen Sohn Noah niemals aus den Augen lassen zu müssen.

Das mit einer Kamera ausgestattete Amazon-Schnäppchen der Marke Fredi, für das sich die Eltern entschieden hatten, ist dabei denkbar einfach per App zu bedienen, die Verbindung erfolgt via WiFi. Sogar über eine Nachtsicht-Funktion sowie einen Infrarot-Sensor verfügt die hochauflösende Kamera. Ein sensibles Mikrofon rundet das Paket ab.

Summitt war mit dem Geschenk sehr zufrieden, alles funktionierte perfekt. Bis sie nach drei Monaten eines Abends nichtsahnend zusammen mit ihrem Mann beim Essen in der gemeinsamen Wohnung saß und plötzlich den mechanischen Klang der sich bewegenden Konstruktion wahrnehmen konnte.

Beide seien direkt ins Schlafzimmer gestürzt, wo die Kamera stand, erinnert sich die 24-Jährige aus South Carolina im Gespräch mit ABC News an den Augenblick, der alles verändern sollte.

"Die Kamera hat sich weg von der Wiege und hin zum Bett gedreht", schildert sie. Nachdem die Person, die die App bediente, jedoch bemerkte habe, dass niemand in selbigem ist, habe sich die Kamera wieder auf den Schlafplatz von Noah ausgerichtet, so Summitt weiter. Ihr sei in diesem Moment sofort das Herz in die Hose gerutscht, der Horror war für die junge Mutter perfekt.

Wer auch immer Zugriff auf das Gerät hatte, konnte Summitt nicht nur in ihrem Schlafzimmer beobachten, sondern zudem sogar intime Momente mit ihrem Sohn aufzeichnen. Momente, wie das Stillen Noahs oder gemeinsame Stunden auf dem Bett.

Sie sei dafür verantwortlich, ihr Kind zu beschützen und habe dies nicht geschafft, wirft sich Summitt vor. Wenngleich das Paar alles getan hätte, um die Kamera richtig zu bedienen und zu sichern. Die geschockte Frau hat Kontakt mit dem Hersteller aufgenommen. Eine Reaktion steht jedoch noch aus. Die Polizei hat Ermittlungen aufgenommen.


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