Jan Böhmermann kritisiert Dresdner Opfergedenken

Jan Böhmermann (35) schickt Kritik in Richtung Dresden.
Jan Böhmermann (35) schickt Kritik in Richtung Dresden.

Köln - In den vergangenen Tagen und Wochen rückte Dresden bei Satiriker Jan Böhmermann (35) immer wieder in den Fokus. Mal beleidigte er die Sachsen, dann meldete er sich zum Thema Bus-Mahnmal zu Wort. Schießt er nun übers Ziel hinaus?

Denn ausgerechnet am 13. Februar, dem Tag des Gedenkens an den Luftangriff auf Dresden, bei dem die Stadt fast komplett zerbombt wurde, postet der Moderator auf Twitter ein Bild mit Zeilen, bei denen alle Dresdner einmal ganz kräftig schlucken müssen.

Das Foto zeigt das kriegszerstörte Köln, er schreibt dazu: "Guck mal, Dresden, Hauptstadt des Whataboutismus: Das ist Köln 1945. 70% kaputt. 20.000 Tote allein durch Luftangriffe. Und keiner jammert."

In den vergangenen Tagen widmete der 35-Jährige etliche Tweets der Stadt Dresden. Es ging vor allem um die Eröffnung der Bus-Installation auf dem Neumarkt vor der Frauenkirche und die Proteste dazu (TAG24 berichtete).

Die Reaktionen der User sind unterschiedlich. Während viele Twitter-Leser Jan Böhmermann beipflichten ("Auf den Punkt - Danke. Dresden nervt."), gibt es auch Ablehnung ("so ziemlich das geschmackloseste Posting seit längerem. Verharmlosung von Krieg und Verspottung von Kriegsopfern...).

Jan Böhmermann polarisiert gerne. Erst zuletzt wurden Teile seines Gedichts "Schmähkritik" an den türkischen Staatspräsidenten Recep Tayyip Erdogan verboten.


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