Rohrkrepierer! Rakete kracht vier Sekunden nach Start vom Himmel

Hokkaido (Japan) - Es sollte ein historischer Moment werden. Doch Japans erste privat entwickelte Rakete wurde am Samstag zum Rohrkrepierer und erlebte einen völlig verpatzten Start.

Eine Rakete, die von einem japanischen Privatunternehmen entwickelt wurde, explodierte kurz nach dem Abheben.
Eine Rakete, die von einem japanischen Privatunternehmen entwickelt wurde, explodierte kurz nach dem Abheben.  © -/kyodo/dpa

Die von Interstellar Technologies Inc. gebaute 1-Tonnen-Rakete stürzte nur wenig Sekunden, nachdem sie in die Luft katapultiert worden war, schon wieder zu Boden und ging in Flammen auf. Videoaufnahmen zeigen, wie der Koloss beim Aufprall in viele Teile zerspringt.

Laut "Japan Times" wurde bei dem Zwischenfall niemand verletzt, da die Rakete namens Momo-2 unbemannt war. Für das japanische Unternehmen handelte es sich bereits der zweite Versuch, eine Rakete in den Himmel zu schicken.

Doch auch die Premiere im Jahr 2017 scheiterte. Damals riss die Funkverbindung nach 70 Sekunden in nur 100 Kilometern Höhe ab. Nun also der erneute Rückschlag. Dabei waren durch Crowdfunding und zahlreiche Investoren mehrere Millionen Yen gesammelt worden, um das Projekt zu verwirklichen.

Entsprechend groß ist die Enttäuschung bei den Verantwortlichen. "Ich konnte nicht sofort verstehen, was passiert ist", sagte Takahiro Inagawa, Präsident von Interstellar Technologies, auf einer Pressekonferenz. "Wir konnten nicht erreichen, was von uns erwartet wurde. Das tut mir leid."

Inagawa sagte, dass Momo-2 vier Sekunden nach dem Start den Schub verloren hatte und der Hauptantrieb wahrscheinlich auf ein Problem gestoßen war. Die genaue Ursache soll nun untersucht werden.

Die Momo-2 wäre die erste privat entwickelte Rakete Japans im All gewesen.
Die Momo-2 wäre die erste privat entwickelte Rakete Japans im All gewesen.  © -/kyodo/dpa

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