Ihre Wirbelsäule war krumm: Endlich kann Jara (5) wieder aufrecht laufen!

Erfurt - Für unglaublich viel Freude bei der kleinen Jara (5) sorgten in den vergangenen Monaten nicht nur die große Hilfe völlig fremder Menschen, sondern auch die Ärzte aus dem Helios Klinikum in Erfurt.

Die kleine Jara mit ihren Ärzten: (v.re.) Ph.D. Ahmed Shawky, Oberarzt für Wirbensäulenchirurgie, Dr. med. Ali Ezzati, Chefarzt der Wirbelsäulenchirurgie und Prof. Dr. med. Rüdiger Gerlach, Chefarzt der Neurochirurgie.
Die kleine Jara mit ihren Ärzten: (v.re.) Ph.D. Ahmed Shawky, Oberarzt für Wirbensäulenchirurgie, Dr. med. Ali Ezzati, Chefarzt der Wirbelsäulenchirurgie und Prof. Dr. med. Rüdiger Gerlach, Chefarzt der Neurochirurgie.  © Helios Klinikum Erfurt

Denn die fünfjährige Jara stammt aus dem Kosovo und hat seit ihrer Geburt eine deformierte Wirbelsäule. In ihrer Heimat fehlt die medizinische Expertise, um das Mädchen erfolgreich zu behandeln. Dank einer großen Spendenaktion, die ihre Eltern ins Leben gerufen hatte, konnte das Helios Klinikum in Erfurt mit Dr. med. Ali Ezzati, Chefarzt der Wirbelsäulenchirurgie, diesem besonderen Fall annehmen.

"Jara ist ein aufgeschlossenes, tapferes und lebensfrohes Kind. Kaum zu glauben, dass sie mit ihren fünf Jahren schon unendlich viel Zeit in Krankenhäusern verbracht hat", so ein Sprecher der Krankenhaus am Mittwoch.

Ihr Leben lang hatte Jara mit dem krummen Rücken leben müssen, im Kosovo war eine Korrektur nicht möglich. Ihre Eltern wollten das nicht hinnehmen und starteten die Spendenaktion, um ihr Kind im Ausland behandeln lassen zu können.

Zwei Jahre sammelten sie Geld, fanden in völlig fremden Menschen Spender, die ihrem Kind helfen wollten und schafften es.

Was jedoch keiner ahnte: Die Fünfjährige hatte noch ein weiteres Handicap. Erst bei einer Untersuchung in Erfurt fiel die offene Stelle am Rückenmark des kleinen Mädchens auf. Die eigentliche Korrektur musste also verschoben und die Fistel entfernt werden.

In einem zweiten Termin erfolgte dann endlich die lang ersehnte Korrektur der Wirbelsäule. Gereicht hätte das Spendengeld für zwei Operationen eigentlich nicht, doch die beiden Chefärzte der Neuro- und der Wirbelsäulenchirurgie verzichteten auf Honorare um dem kleinen Mädchen endlich helfen zu können.

Ein paar Wochen nach diesem Eingriff kam die erleichterte Familie nun zu einem letzten Kontrollbesuch ins Klinikum zurück. Und dabei konnte die kleine Jara fröhlich - und aufrecht - über den Flur spazieren. Die lange Zeit der Qualen ist für sie und ihre Familie nun endlich vorbei!

Titelfoto: Helios Klinikum Erfurt

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