Nach Schrecksekunde: So geht es dem kollabierten NHL-Spieler Jay Bouwmeester

Anaheim (USA) - Nach der Schrecksekunde beim NHL-Spiel (National Hockey League) zwischen den St. Louis Blues und den Anaheim Ducks (TAG24 berichtete), befindet sich der kollabierte Profi Jay Bouwmeester nach wie vor im Krankenhaus. Jetzt sprechen sein Boss und der Teamkapitän.

Banges Warten auf dem Eis, nachdem Jay Bouwmeester auf der Bank zusammengebrochen ist.
Banges Warten auf dem Eis, nachdem Jay Bouwmeester auf der Bank zusammengebrochen ist.  © Mark J. Terrill/AP/dpa

Am Dienstag war Jay Bouwmeester von den St. Louis Blues beim Spiel in Anaheim auf der Wechselbank zusammengebrochen.

Bange Minuten standen die Spieler gemeinsam auf dem Eis, bis der 36-jährige Verteidiger auf einer Trage abtransportiert und ins Krankenhaus geschafft wurde.

Bei FOX News sprechen General Manager Doug Armstrong und Teamkapitän Alex Pietrangelo über den Vorfall und wie es dem Kanadier inzwischen geht.

So sagt Pietrangelo, der alles aus nächster Nähe erlebt hatte:

"Es ist schwer zu erklären, es ging so schnell, doch es fühlte sich für uns wie eine Ewigkeit an. Es ist nicht einfach zu sehen, wie jemand das durchmacht, geschweige denn ein enger Teamkollege und Freund, mit dem du jeden Tag verbringst. Wir sind froh, dass wir uns (als Team) haben, wenn du sowas durchmachen musst."

Während er noch am Dienstagabend im Krankenhaus vorbeischaute, konnte ihn das restliche Team per FaceTime sehen: "Er war in guter Stimmung, typisch für Jay und ich denke, wir fühlen uns alle ein ganzes Stück besser, nachdem wir die Möglichkeit hatten, mit ihm zu sprechen. Ein typischer Jay ist ein sehr guter Jay."

Sicherheitsmaßnahmen der Teams greifen

Jay Bouwmeester erlitt während des Spiels einen Herzstillstand.
Jay Bouwmeester erlitt während des Spiels einen Herzstillstand.  © Jack Dempsey/FR42408 AP/dpa

Auch GM Armstrong äußerte sich zufrieden: "Es geht ihm gut und er durchläuft derzeit eine Reihe von Tests. Die Dinge sehen sehr positiv aus."

Doch das war nicht immer so, wie er weiter ausführt. So hatte Bouwmeester nach seinem Zusammenbruch zwischenzeitlich nicht mehr reagiert und musste per Defibrillator ins Leben zurückgeholt werden.

Dass das so schnell möglich war, ist ein Verdienst aller: "Wie schnell sie (das medizinische Personal) dorthin gekommen sind, um Jay wiederzubeleben und ihn zurückzuholen, ist ein Beweis für die in der NHLPA (Spielergewerkschaft) und NHL geleistete Arbeit."

In den Regularien der Liga ist vorgeschrieben, dass sich ein Teamarzt nicht weiter als 15 Meter entfernt vom Team aufhalten darf. Ein Abtransport schwer verletzter Spieler muss vor der Saison trainiert werden.

Zudem befinden sich neben einem Defibrillator pro Teambank stets ein Orthopäde und zwei weitere Ärzte in unmittelbarer Nähe. All diese Sicherheitsmaßnahmen haben definitiv dazu beigetragen, dass Bouwmeester noch lebt.

Titelfoto: Mark J. Terrill/AP/dpa

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