Kindermörder nach 26 Jahren geschnappt: Hat er auch Jessica auf dem Gewissen?

Berlin - Rund 26 Jahre hat es gedauert ehe die Polizei in Berlin den mutmaßlichen Mörder von Stepahnie D. schnappen konnte. Die damals zehnjährige wurde 1991 tot unter einer Autobahnbrücke entdeckt. Der Täter hatte das Kind offensichtlich von der Brücke geworfen.

Die damals 10-jährige Stephanie soll von dieser Brücke gestoßen worden sein.
Die damals 10-jährige Stephanie soll von dieser Brücke gestoßen worden sein.  © Polizei

Wird jetzt auch der Fall Jessica geklärt? Im Oktober 1998 verschwindet die elfjährige Jessica K. an der Reinickendorfer Zobeltitzstraße - keine drei Kilomter entfernt von der Wohnung, in der der inzwischen 65-jährige Hans-Joachim G. festgenommen wurde (TAG24 berichtete).

Fünf Wochen nach ihrem Verschwinden fand man die Leiche der Schülerin in einer Grube bei Halle. Das Mädchen war vergewaltigt und getötet worden.

Wie die B.Z. berichtet, hatten die Fahnder damals noch Abstriche der Leiche genommen. 2012 konnten Kriminaltechniker eine männliche DNA-Spuren sicherstellen. Aus den Datenbanken ergab sich aber kein Treffer.

Hat der Festgenommene womöglich noch mehr Kinder auf dem Gewissen? Der mutmaßliche Kindermörder lebt in Reinickendorf allein in einer Zwei-Zimmer-Wohnung. Bei den Nachbarn gilt er als höflich und unauffällig.

Laut B.Z fanden die Beamten in seinem DHL-LKW ein Kinderfedermäppchen und weiße Handschuhe. Hans-Joachim G. soll die Ermordung von Stephanie bereits zugeben haben. Weitere Details zur Festnahme sollen am Dienstag bekannt gegeben werden.


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