Spahn dämpft Hoffnungen: Schnelle Verbesserungen in der Pflege? Fehlanzeige!

Berlin - Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat die Hoffnung auf schnelle Verbesserungen in der Pflege gedämpft.

Jens Spahn stellte kürzlich die Ergebnisse des Programms gegen Personalnot in der Pflege vor.
Jens Spahn stellte kürzlich die Ergebnisse des Programms gegen Personalnot in der Pflege vor.  © dpa/Britta Ped

Der Pflegenotstand hat Deutschland fest im Griff. Und auch die Regierung hat ihrerseits endlich den dringenden Handlungsbedarf erkannt.

Am Dienstag stellten Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU), Sozialminister Hubertus Heil (SPD) und Familienministerin Franziska Giffey (SPD) daher ihr Maßnahmenpaket vor. Ziel ist es, die Arbeitsbedingungen in der Pflege-Branche auf breiter Front zu verbessern (TAG24 berichtete). Doch nun die Ernüchterung.

"Wir werden mehr als ein, zwei Jahre brauchen, (...) das ist eine Jahrzehnteaufgabe angesichts des demografischen Wandels", sagte Spahn im ZDF-Morgenmagazin am Mittwoch. Die Politik müsse viele Versäumnisse der vergangenen Jahre aufarbeiten.

Das kürzlich in einer Pressekonferenz vorgestellte Maßnahmenpaket ist Ergebnis der vor einem Jahr gestarteten Aktion "Konzertierte Aktion Pflege". Leider lassen sich die Arbeitsbedingungen von Pflegepersonal an vielen Stellen nicht sofort wie gewünscht verbessern.

Offen sind teils noch die konkrete Umsetzung der Regierungsvorschläge und die Finanzierung weiter steigender Kosten.

Fehlende Anerkennung für den Beruf sowie eine mangelhafte Bezahlung haben zum akuten Pflegenotstand in Deutschland geführt.
Fehlende Anerkennung für den Beruf sowie eine mangelhafte Bezahlung haben zum akuten Pflegenotstand in Deutschland geführt.  © dpa/Patrick Seeger

Titelfoto: dpa/Britta Ped

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