Irre Theorie: Ist Jesus gar nicht am Kreuz gestorben?

Jerusalem - Jedes Jahr werden zu Ostern der Kreuzigung und der Auferstehung von Jesus gedacht. Doch was ist, wenn die Geschehnisse im damaligen Jerusalem sich völlig anders abgespielt haben, als gedacht? Der renommierte deutsche Historiker Johannes Fried kommt mit einer völlig neuen Theorie daher.

Eine Statue des christlichen Erlösers in Bayern.
Eine Statue des christlichen Erlösers in Bayern.  © DPA / (Symbolbild)

Ist Jesus womöglich gar nicht am Kreuz gestorben? Dieser Frage geht der Wissenschaftler in seinem neuesten Werk nach.

Der Mittelalter-Forscher stützt sich dabei auf die Worte aus den biblischen Evangelien und Erkenntnisse von Medizinern.

Jesus soll die Kreuzigung überlebt haben, weil ein Soldat ihm das Leben rettete, erklärt Fried im Interview mit dem Südkurier.

Als der Gekreuzigte eine Lanze in die Seite bekam, soll so sein Ersticken verhindert worden sein. Spinnt man den Gedanken des Historikers weiter, wäre dieser mit dem Leben auf dem Hügel Golgatha in der Nähe des antiken Jerusalems davon gekommen. Die Auferstehung wäre dadurch eine reine christliche Erfindung.

Kein Wunder, dass der Wissenschaftler der aus einem christlichen Elternhaus stammt, mit heftiger Kritik leben muss.

"Wer nach der Wahrheit sucht, stößt womöglich auf Gegner, die eine solche Wahrheit nicht haben wollen", kommentiert Fried im Gespräch mit Südkurier und erzählt, dass er dem Glauben abschwören musste, nachdem er erfuhr wie Religionen zustande kamen.

Fried spekuliert in seinen Thesen, dass Jesus lebend vom Kreuz abgenommen und gepflegt worden wäre, später in Abgeschiedenheit gelebt hätte. Auch Christi Himmelfahrt wäre damit hinfällig. Nähere Details kann man in seinem jüngst erschienenen Buch: "Kein Tod auf Golgatha. Auf der Suche nach dem überlebenden Jesus" nachlesen.

In den USA wird die Kreuzigung nachgestellt.
In den USA wird die Kreuzigung nachgestellt.  © DPA / Archivbild

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