Wolfsrudel richtet Blutbad an: 18 Schafe getötet

Jessen - Am Donnerstagmorgen musste Wanderschäfer Werner Friedmann (79) eine schreckliche Entdeckung machen: In der Nacht hatte ein Wolfsrudel in seiner Schafherde gewütet.

Auch die kleineren Lämmlein hat es erwischt.
Auch die kleineren Lämmlein hat es erwischt.  © Tobias Junghannß

Ersten Erkenntnissen nach war der ältere Herr mit seiner Wanderherde am Rande der Glücksburg Heide bei Jessen im Landkreis Wittenberg unterwegs. In der Nacht zum Donnerstag dann geschah der Angriff: Ein Wolfsrudel attackierte die Schafherde von Werner Friedmann und tötete 18 der Tiere.

Immer wieder war es in der Region zu Wolfattacken gekommen, der letzte liegt erst wenige Wochen zurück. Laut Jägerschaft soll ein Wolfsrudel mit etwa 13 Tieren unterwegs sein. Auch die Mitteldeutsche Zeitung berichtete von den Vorfällen. Werner Friedmann resigniert: "Es ärgert mich, aber ich kann es nicht ändern. Wir werden jetzt sehen, wie es weitergeht und wo wir hinkönnen!"

Die Jägerschaft im Landkreis hofft auf Unterstützung von der Bundesregierung. Der Wolf soll dem Abschuss freigegeben werden.

Aber auch das bringt Wanderschäfer Werner Friedmann seine Tiere erstmal nicht zurück.

Die Wölfe schnappten sich 18 Tiere aus der Herde von Werner Friedmann.
Die Wölfe schnappten sich 18 Tiere aus der Herde von Werner Friedmann.  © Tobias Junghannß
Die überlebenden Tiere sind völlig verängstigt.
Die überlebenden Tiere sind völlig verängstigt.  © Tobias Junghannß

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